Reisebericht Malediven: Reethi Beach Resort auf Fonimagoodhoo - Reiseberichte von Hawaii und anderen Trauminseln

Maui Hookipa Strand

Reiseberichte von Paul Tresselt

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Reisebericht Malediven: Reethi Beach Resort auf Fonimagoodhoo

Reiseberichte
Reisebericht  Malediven - Reethi Beach Resort auf Fonimagoodhoo
Ich wollte unbedingt die Malediven   kennenlernen, da Schwimmen und Schnorcheln meine Hobbys sind. Ich wollte   mich nicht damit zufrieden geben, dass das Barrier Reef in   Australien, das Rote Meer und Hawaii die schönsten Schnorchelplätze der Welt   sind. In der Karibik und in Thailand bin ich ziemlich enttäuscht worden und   in Indonesien auch.
Die Auswahl für eine Insel auf den Malediven   ist nicht leicht, denn das Angebot ist überaus vielfältig und umfasst 80   Resorts. Natürlich schaut man sich vorher die Beurteilungen   von Holidaycheck und dem Tripoadvisor im Internet an. Die Bewertungen des   Reethi Beach Resorts auf der Insel Fonimagoodhoo im Baa Atoll waren hervorragend und wir entschlossen   uns dieses Hotel zu nehmen, weil es als 4-Sterne-Hotel neben den vielen   Luxus-Resorts mit 5 und 6 Sternen noch eine bezahlbare Alternative   darstellte.
Gebucht haben wir übrigens komplett online über Holidaycheck. Das war gar   nicht mal so übel, weil wir sofort einen Gutschein über 100 € bekamen und   uns sofort die preisgünstigsten Anbieter für die ausgewählten Resorts serviert   wurden.   So buchten wir das Reethi Beach Resort bei vtours, einem Reiseunternehmen,   das wir vorher gar nicht kannten.
Flug nach Male
Mittwoch, 24.2.2016
Irgendwie hat   uns beim Flug auf die Malediven das Pech verfolgt. Wir hatten bei   CONDOR   die Flüge gebucht und wollten uns den Flug mit einem Business-Sitz   besonders angenehm gestalten. Der war nämlich bereits ein   Dreivierteljahr vorher online supergünstig zu bekommen. Außerdem bietet   CONDOR den Direktflug von Frankfurt nach Malé in etwas mehr als 9   Stunden an, was uns sehr gefiel.
Total entspannt stehen wir in Frankfurt um kurz vor 18:00 Uhr am   Schalter 753 und wollen einchecken, weil es noch früh genug bis zum   Abflug um 20:15 Uhr ist und wir unsere Plätze in Reihe 3 H/3K bestätigt   bekommen hatten. Wir sind total entsetzt, als wir die Mitteilung   bekommen, dass diese Plätze bereits besetzt sind und dass wir gar nicht   in der Business Class fliegen können, sondern ein Zwangs-Downgrade in   die Premium Economy akzeptieren müssen. Das ist uns bisher auch noch   nicht passiert. Aber alles Protestieren hilft nicht, sondern wir müssen   ein Formular unterschreiben und werden in die Reihe 7D/7E verfrachtet.   Wir sind auch nicht die Einzigen, denen das passiert. Begründet wird   alles mit einem Maschinenwechsel, in der nicht genügend Business-Plätze   vorhanden sind.
Wir sind stinksauer, haben aber keine Möglichkeit einer Umbuchung auf   eine andere Maschine. Die Angestellte der CONDOR erklärt uns, wir hätten   einen Beförderungsvertrag von Frankfurt nach Malé, den würde die   Fluggesellschaft auch erfüllen, aber eben nicht in der gebuchten Klasse.   Dafür bekämen wir eine Entschädigung in Höhe der Differenz zwischen den   beiden Flugpreisen und einen Bonus von 50€ für den Bordeinkauf.
Was will man da machen? Wir ergeben uns also in unser Schicksal und sind   froh, dass wir immerhin ziemlich pünktlich abheben. Der Service ist auch   ordentlich und die Flugzeit wird mit 9 Stunden angegeben.

Donnerstag, 25.2.2016
Tatsächlich befinden wir uns bereits neun Stunden später über der Insel Hulhule,   auf der die Landebahn für Malé liegt. Der Flugkapitän teilt uns mit,   dass wir voraussichtlich 40 Minuten lang Warteschleifen fliegen müssen,   weil er zwar landen könne, aber der Flugplatz verfüge nur über wenige   Standplätze für die Flugzeuge. Wir müssten also warten, bis eine   Maschine abgeflogen sei, damit ein Parkplatz für uns frei würde. Nach Auskunft des Towers könne die Landung   gegen 10:30 Uhr erfolgen; meine Uhr zeigt statt 10:00 Uhr noch 6:00 Uhr morgens, demnach   beträgt der Zeitunterschied zu Frankfurt also jetzt (zur Winterzeit) 4   Stunden.
Durch das Kreisen über die Hauptstadt und die umliegenden Inseln haben   wir aber eine gute Gelegenheit, die wunderschöne Welt der kleinen grünen   Paradiese in dem Male-Atoll zu bewundern, die sich wie gelbbraune   Pfannkuchen aus dem türkisgrünen und blauen Meer erheben.
Nach der Landung dürfen wir uns in die   Warteschlange am "Fast Track" - Schalter anstellen, der für Business-   und Premium Economy-Fahrgäste reserviert ist. Viel bringt das nicht,   denn die anderen Schalter an der Passkontrolle sind fast genau so   schnell.
Flug nach Fonimagoodhoo
Unser Gepäck ist auch schon da und am Ausgang finden wir   schnell  einen Repräsentanten von Reethi-Beach, der uns zum   Flugschalter der Trans Maldivian Airways bringt. Die TMA  regeln   mit ihren 45 Wasserflugzeugen den größten Teil des Zubringerverkehrs zu   den einzelnen Inseln. Wir bekommen Tickets für das Wasserflugzeug nach   Fonimagoodhoo und können sofort in den Shuttlebus steigen, der uns zum   Wasserflugzeug-Terminal bringt, das gar nicht so weit entfernt ist. Um   11:00 Uhr sind wir dort müssen allerdings noch bis 12:30 Uhr warten,   weil dann die Maschine starten soll. Für die Wartezeit bekommen wir   einen Coupon für ein Getränk und ein Sandwich, sodass wir uns zu einem   gemütlichen Cappuccino in die luftige Abflughalle setzen und den an -   und abfahrenden Wasserflugzeugen zuschauen. Das ist höchst interessant,   wie dieser Transferverkehr so schnell und reibungslos abgewickelt wird.   Allerdings kommt ab und zu eine Durchsage, dass irgendein Flug   verschoben wurde und der Abflug nun auf einem anderen Terminal erfolgt.

Das passiert uns auch und man muss schon   höllisch aufpassen, dass man die Ansagen in Englisch mitbekommt und   richtig reagiert. Wir sollen uns zum Bus begeben und zum Terminal C   fahren, weil unsere Maschine umdisponiert wurde. Als wir vom Tisch   aufstehen, macht uns der Kellner schnell darauf aufmerksam, dass wir für   die beiden Cappuccino 10 Dollar zu zahlen hätten, denn ein Cappuccino   wäre ein Sondergetränk und dafür würden die Gutscheine keinesfalls   gelten. So bekommen wir schon einmal den ersten Eindruck von den maledivischen Preisen und auch vom Dollar   als heimlicher Währung, denn die Rufiyaa, die einheimische Währung, will   gar keiner haben. Im Terminal C kommt eine weitere Durchsage, dass unser   Abflug gewechselt wurde und wir uns zum Terminal D zu begeben hätten. So   steigen wir nochmals in den Bus, der uns dorthin bringt.

Nach einer Weile startet endlich mit   ohrenbetäubendem Lärm unser Wasserflugzeug.  Die beiden Piloten   fliegen mit offenem Fenster und nackten Füßen. Zwölf Fluggäste sitzen in   der kleinen Maschine und unsere Koffer liegen hinter den letzten beiden   Reihen. Unser Flug soll 35 Minuten dauern und wir sind froh, dass wir   den Wasserflugzeugtransfer gewählt haben. Es herrscht zwar eine hohe   Temperatur im Innenraum und die beiden laut surrenden Ventilatoren   kühlen nur wenig, aber der Flug über die Inselwelt ist wirklich   wunderschön.
Die beiden Piloten fliegen mit nackten Füßen. Die Inselwelt der Malediven aus der Luft ist wunderschön. Aus der Vogelperspektive kann man sich die unterschiedlich   großen, rund oder länglich geformten Insel innerhalb eines Atolls gut   anschauen und die Bungalows ziemlich genau erkennen.
Vor allem aber kann   man die Riffe sehr gut ausmachen.
Erst bei einer Luftaufnahme zeigt sich   nämlich die Architektur einer Insel. Manche Inseln sind rundherum mit   einem Riff umgeben, das ganz nah heran reicht, andere haben eine flache   Lagune oder sind erst einmal mehrere hundert Meter vom Außenriff   entfernt. Diese Bedingungen müsste man eigentlich vorher wissen, bevor   man im Reisebüro ein Inselresort bucht, weil die Kataloge der   Reiseveranstalter das nicht immer deutlich beschreiben. Unser Flugkapitän teilt uns mit, dass   er erst noch eine andere Insel anfliegt, um dort zwei Passagiere   abzusetzen. So erleben wir zunächst die Ankunftszeremonie auf der Insel Dusit Thani. Als sich unser Wasserflugzeug dem Anleger nähert, steht   eine komplette Begrüßungsmannschaft aus dem Resort bereit, um die beiden   Gäste königlich zu empfangen.

Allerdings kostet dieses Luxus Resort auch 1500 Dollar pro Nacht. Wir sind sehr beeindruckt. Allerdings   möchte ich gar nicht in einem Bungalow an diesem Strand wohnen, wenn ich   dauernd durch an- und abfahrende Wasserflugzeuge gestört würde...
So werden aus dem angekündigten Transfer von 35 Minuten schnell 60   Minuten, als wir schließlich an dem Ponton anlegen, der einige Kilometer   außerhalb der Insel Fonimagoodhoo im flachen Wasser verankert ist.

Vom Ponton aus können wir die Insel Fonimagoodhoo mit dem Reethi Beach   Resort (rechts) sehen und auch und die Nachbarinseln Madhirivaadhoo und Thiladhoo:
Reethi Beach liegt am Nordostende des Baa Atolls.

Reethi Beach Resort auf Fonimagoodhoo
Alle Koffer werden ausgeladen und kurze   Zeit später legt das Hotelboot vom Reethi Beach Resort an, um uns und   die Koffer an Bord zu nehmen und zum Resort zu bringen.
Das sieht schon aus der Ferne verlockend aus und der Empfang ist sehr   nett. Wir bekommen ein kühles Tuch und einen erfrischenden Coconut-Drink   zur Begrüßung in der Lobby mit Sandfußboden.
Eine der Gästebetreuerinnen begrüßt   uns auf Deutsch und erklärt uns sehr ausführlich die Besonderheiten   der Insel. Wir werden mit "Du" angesprochen und darauf aufmerksam   gemacht, dass es sich um eine Barfuß-Insel handelt und man   überall barfuß hingehen könne. Wer aber seine Strandsandalen anlassen   möchte, der könne das natürlich auch.
Zunächst müssen wir unsere Uhr umstellen, denn   die Insel hat sich eine eigene Zeit gegeben: Wir sind zwar um 14:10 Uhr   hier angekommen, aber auf der Insel ist es jetzt eben 15:10 Uhr. Sie   erklärt es damit, dass alles besser passen würde: die Abfahrtszeiten am   Morgen, die Essenszeiten und die Happy Hour zum Sonnenuntergang. Für die   Englisch sprechenden Gäste, die mit uns gekommen sind oder auch die   Russisch sprechenden steht eine Gästebetreuerin aus Lettland bereit, die   alles in deren Muttersprache erklärt. Das ist ein toller Service.
Kassandra, unsere Deutsch sprechende Gästebetreuerin, führt uns den   kurzen Weg zu unserer Deluxe Villa 139, die wir bei vtours gebucht   hatten. Sie erklärt uns alles sehr freundlich und umfassend. Danach   warten wir auf unser Gepäck und sind erstaunt, dass die Kofferträger   über unser Trinkgeld von 2 Dollar ein so enttäuschtes Gesicht machen.   Wahrscheinlich sind sie hier höhere Trinkgelder gewöhnt und wir müssen   uns erst einmal an die Preise auf den Malediven gewöhnen.


Mit unserer Villa sind wir sehr   zufrieden, denn sie ist sehr sauber, gut ausgestattet und alles   funktioniert. Auf dem Kühlschrank liegt sogar ein Adapterstecker für   unsere Elektrogeräte, denn hier sind alles englische Steckdosen   montiert. Alle Villen haben ein halboffenes Bad, eine Terrasse mit   Liegestühlen und den Zugang zum 10 m entfernten Strand. Eine   Hollywoodschaukel gehört auch dazu. Glücklicherweise liegen die   Villas im Schatten unter Bäumen, denn sonst wäre es wegen der Hitze   hier nicht auszuhalten.

Die Villas kann man vom Wasser aus nicht sehen, jede Villa hat ihre eigenen Liegen mit einem Sonnendach.
Die Insel ist so wie im Katalog beschrieben - es ist schon eine traumhafte Lage. In der Rezeption hängt ein Poster, das eine Luftaufnahme zeigt:
   Blick von der Terrasse unseres Bungalows aufs Meer
   Unsere Deluxe Villa Nr. 139
Wer mehr über die Villas und das   Reethi Beach Resort   erfahren möchte, der kann sich meine Beurteilung bei   Holidaycheck oder   beim Tripadvisor anschauen, denn dort habe ich neben einer ausführlichen   Beschreibung mehr als 50 Fotos veröffentlicht, sodass man sich ein gutes   Bild vom Resort und seinen Vorzügen - oder auch Nachteilen machen kann.
Inzwischen ist es schon 17:00 Uhr   und Zeit für eine Happy Hour. Wir machen unseren ersten Spaziergang   über die Insel, schauen uns die Bars und Restaurants an und lassen   uns alles beim Begrüßungscocktail erklären. Der wird auch von einer   deutschen Gästebetreuerin und einem Mitglied der Tauchschule   durchgeführt und ist sehr informativ. Wegen der Zeitverschiebung    hier auf der Insel beginnt die Happy Hour erst um 18:00 Uhr und   folglich ist der Sonnenuntergang erst gegen 19:15 Uhr. Zu dieser   Zeit sind dann die vielen Liegestühle vor der Strandbar voll   besetzt.
Im Hauptrestaurant gibt es jeden   Abend ein Themenbüffet. Das ist zwar nicht astrein, wenn es sich   auch heute "Italienisches Büffet" nennt, aber es ist   ordentlich und für jeden etwas dabei. Wir haben nichts auszusetzen:   weder am Fassbier noch an der Bedienung oder den Köchen hinter dem   Büffet. Was uns aber auffällt, ist der ernste Blick der Maldiver,   der Inder und der Leute aus Sri Lanka oder Bangladesh, die hier den   Hauptteil des Servicepersonals stellen. Es sind nur ganz wenige, die   lächeln oder grüßen.
Da es für All-Inclusive-Gäste keine Armbändchen gibt, müssen alle   Getränke mit Rechnung quittiert werden - sogar an der Strandbar. Das   finden wir ziemlich umständlich.

Freitag, 26.2.2016
Natürlich   sind wir nach dem langen Tag gestern erst gut eingeschlafen und dann   nachts oft aufgewacht. Es war ziemlich ruhig, nur den Kühlschrank   hörte man brummen, wenn sich der einschaltete. Die Klimaanlage   hatten wir ausgeschaltet. Das Bad ist noch angenehm kühl heute am   Morgen.
Um halb neun sitzen wir beim Frühstücksbüffet. Das ist gut, aber   nicht üppig; Omelettes oder Spiegeleier muss man beim Kellner   bestellen, als frisches Obst werden Pfirsiche, Melonen, Ananas und   Kokosnüsse angeboten. Das ist ein bisschen wenig. Aber es gibt   frische Waffeln, viele warme Speisen, Geflügelwürstchen und Gemüse.   Der Kaffee ist ordentlich und wird serviert.
 
Die Gäste hinterlassen auf dem dunklen Parkett natürlich Sandspuren mit ihren Füßen. Dem Fußboden tut das sicher nicht gut und gestern Abend sah das besser aus. Als wir um halb zehn in unsere Villa zurückkommen, war der Roomboy schon da und hat die Betten gemacht. Alles ist tadellos sauber und eine Literflasche Wasser aus der inseleigenen Wasseraufbereitungsanlage steht auch schon da. Er arbeitet gerade nebenan und lächelt. Das gefällt mir und ich gebe ihm schon einmal 5 Dollar als Trinkgeld vorab.
Anschließend mache ich meinen ersten Gang zur Rezeption, meine Mails abzurufen, denn in der Villa gibt es kein WLAN und damit auch keinen Internetempfang. Glücklicherweise habe ich auf meinem Smartphone eine App mit einem WLAN-Analyzer, der mir die Sendestärke des WLAN-Netzes anzeigt, sodass ich mir den günstigsten Platz aussuchen kann. Das ist auch nötig, denn die Übertragungsgeschwindigkeit ist miserabel; sie reicht gerade für E-mails.
Die Liegen am Strand vor unserer Villa sind nummeriert, sodass jede Villa ihre eigenen Liegen hat und es keinen Stress mit Handtuchbelegungen gibt. Das ist sehr entspannend. So probieren wir das erste Malediven-Feeling im Schatten am Strand aus. Das Hausriff ist nur 80 m entfernt und man sieht viele daran entlang schnorcheln. Wir trauen uns das noch nicht, denn die Sonne ist verflixt stark und man muss die Haut erst einmal daran gewöhnen. Auch im Schatten ist es sehr warm und nur mit etwas Wind auszuhalten. Wir sind froh über jedes Lüftchen, das von der Nordostseite der Insel herüberkommt.

Sehr angetan sind wir vom türkisgrünen und glasklaren Wasser der Lagune mit Sanduntergrund ohne Korallen am Südende der Insel, aber da ist es noch wärmer, weil dort kein Wind weht.
Um 18:00 Uhr schauen wir bei der Manta-Fütterung am Steg zu, die jeden Abend stattfindet. Es ist ein interessantes Spektakel, das viele Zuschauer anlockt. Ein Mitarbeiter aus der Küche wirft die Fischabfälle ins Meer und die Mantas springen bis auf den Strand, um diese zu erhaschen. Es sind schwarze und braune Mantas sowie einige Stachelrochen dabei. Viele andere Fische finden sich an dieser Stelle bereits nachmittags ein, weil sie das wissen und etwas mitbekommen wollen. Sogar einige kleinere Haie sind dazwischen. Das Wasser ist wunderbar klar, sodass man alles gut vom Landesteg aus beobachten kann.
Zu unserer heutigen Happy Hour setzen   wir uns in die Hauptbar. Die ist nach Osten ausgerichtet und durch   den leichten Wind sitzt man dort angenehmer als an der Strandbar im   Westen zum Sonnenuntergang. Für einen Campari-Orange und einen   JimBeam mit Ginger Ale bezahlen wir 26 Dollar und werden damit sehr   deutlich auf die Preise hier hingewiesen. Auf sämtliche Speisen und   Getränke kommt nämlich eine Steuer von 13.2% und eine Servicegebühr   von 10% hinzu, sodass man auf alle Preise fast ein Viertel   draufrechnen muss, damit man weiß, was der Spaß kostet.
Abends gibt es ein Fischbüffet, das   allerdings enttäuschend ist. Weder Shrimps, noch Lobster oder andere   große Fische werden angeboten. Keine spektakulären   Fischpräsentationen sind dabei, sondern es sind meist Currys oder   kleine gegrillte Fischstücke. Die Fish-Kebab-Spieße mit Peanut   Butter und die frittierten Fischfilets mit Sauce Tatar sind   allerdings sehr lecker.
Unser Ober bekommt 5 Dollar Trinkgeld und steckt sie unbeeindruckt   weg - mal sehen, ob das hilft...
Inzwischen war der Roomboy auch wieder da und hat die Betten   vorbereitet und die Handtücher gewechselt. Auch Bad und Dusche sind    wieder tadellos sauber. Das ist wirklich ein guter Service.

Samstag, 27.2.2016
Als wir um 8:00 Uhr aufstehen,   regnet es, hört aber 5 Minuten später auf.
Wir nehmen keinen Schirm mit zum   Frühstück, weil das Blätterdach über den Wegen durch die Insel   ziemlich dicht ist.  Schmale Sandwege durchkreuzen die Insel. Als wir zur Beachvilla   zurückkommen, wartet schon der Roomboy; er bekommt wieder 5 Dollar   mit dem Hinweis, dass er uns nicht so viel Wasser bringen muss. Wir   haben schon vier Literflaschen da stehen und trinken sie nicht, weil   wir uns von der Strandbar immer Tonic, Bitter Lemon und Soda von   Schweppes mitgenommen und in den Kühlschrank gestellt haben. Da   haben wir jetzt unseren eigenen gut gekühlten Getränkevorrat.
Anschließend ist das Wetter wieder wunderschön und wir legen uns auf   die Liege am Strand. Zwischendurch bewölkt es sich und man glaubt,   man könne ein wenig in die Sonne gehen. Das ist aber ein   Trugschluss, wie viele Gäste hier mit einem Sonnenbrand beweisen.   Selbst eine halbe Stunde Schnorcheln ist am Anfang schon zuviel. Es   bleibt auch heiß, wenn die Sonnen nicht scheint. Man merkt die hohe   Luftfeuchtigkeit und schwitzt stark, wenn kein Wind weht.
Zum   Abendessen wird im Hauptrestaurant ein "Middle East Buffet"   angeboten, wobei man hier sicherlich Griechenland und die Türkei   hinzurechnet, denn griechische Salate und Gyros bestimmen die   Palette. Aber es sind auch viele arabische Spezialitäten dabei und   alles ist sehr schmackhaft. Besonders gut sind die Chutneys und   Saucen, die angeboten werden. Und die Suppen und Salate mit sehr   unterschiedlichen Dressings sind auch ganz lecker.

Sonntag, 28.2.2016
Nach einer langen Nacht mit vielen   schlaflosen Unterbrechungen stelle ich die ersten Stiche auf meinen   Unterarmen fest, weiß aber nicht, um was es sich handelt. Die Stiche   erstaunen mich, wo es doch auf der Insel keine Mücken geben soll,   wie wir beim Informationsabend erfahren haben.
Am Vormittag mache ich meinen ersten Schnorchelausflug. Der   Tauchlehrer hat gesagt, man soll sich mit der Strömung treiben   lassen und die Strömungsrichtung könne man gut dran erkennen, in   welche Richtung sich die an den Bojen befestigten Boote drehen   würden. Das ist ein prima Tipp. Auf der Luftaufnahme, die das Resort gemacht hat, kann man die schmalen Durchgänge durch die Korallen   bis zum steil abfallenden Riff gut erkennen. Die Wasservillen liegen   am Nordende der Insel und am Südende  ist der große Sandbereich   mit guten Schwimmmöglichkeiten auch bei Ebbe.
 
Das Hausriff ist nicht weit entfernt   und es gibt vom Strand aus drei Durchgänge, die mit Seilen   gekennzeichnet sind. Das ist sehr komfortabel. Ich fange also bei   dem Landungssteg an und lasse mich an der Steilkante langsam bis zu   den Wasservillen treiben. Man kann etwa 10m tief blicken und das   Wasser ist wunderbar warm und ziemlich klar.
Schwärme von bunten Fischen sind zu beobachten. Es sieht   wirklich aus wie in einem Aquarium. Allerdings sind die Korallen   größtenteils abgestorben. Ich habe mir die kleine Unterwasserkamera   mitgenommen und mache einige Aufnahmen. Eine halbe Stunde später   schwimme ich durch den Durchgang bei den Wasservillen wieder an den   Strand. Schade, dass es am Strand keine Duschen gibt, denn ich würde   gern das Salzwasser von meiner Kamera und meinem Körper abspülen.   Aber man muss immer in den Bungalow zurück und erst durchs Zimmer,   um ins Bad zu kommen. Das ist ziemlich umständlich.
Zur Happy Hour weht an der Bar ein   kräftiger Wind, sodass die Windschutzmatten heruntergezogen sind.   Das verdeckt zwar die Aussicht auf das türkisgrüne Meer, macht aber   die Temperaturen erträglich. Abends gibt es ein "Gran Buffet", womit   wohl ein asiatisches Büffet gemeint ist, denn es sind viele   thailändische , vietnamesische und chinesische Spezialitäten drauf.
Zum Abendessen trinken wir zusammen 5   Bier und sind 35 Dollar quitt. Deshalb machen wir anschließend mal   unsere Getränkerechnung für den Flüssigkeitsbedarf an einem   durchschnittlichen Ferientag im Reethi Beach Resort auf:
Zur Happy Hour weht an der Bar ein   kräftiger Wind, sodass die Windschutzmatten heruntergezogen sind.   Das verdeckt zwar die Aussicht auf das türkisgrüne Meer, macht aber   die Temperaturen erträglich. Abends gibt es ein "Gran Buffet", womit   wohl ein asiatisches Büffet gemeint ist, denn es sind viele   thailändische , vietnamesische und chinesische Spezialitäten drauf.
Zum Abendessen trinken wir zusammen 5   Bier und sind 35 Dollar quitt. Deshalb machen wir anschließend mal   unsere Getränkerechnung für den Flüssigkeitsbedarf an einem   durchschnittlichen Ferientag im Reethi Beach Resort auf:
11:00 Uhr  2 Tonic Water à 4,50                                     =  US$  9.00
13:00 Uhr 2 Bier zum Mittagessen à 5,00                      =  US$ 10.00
16:00 Uhr 2 Bitter Lemon an der Strandbar à 4,50        =  US$  9.00
18:00 Uhr  2 Whisky + Ginger Ale, 2 Campari Orange  =  US$ 28.50
20:00 Uhr  4 Bier zum Abendessen à 5,00                    =  US$ 20.00
22: 00 Uhr 2 Bier für die Minibar à 5,00                         =  US$ 10.00
                                                                                      ==========
Summe:                                                                              US$ 86.50
Dazu kommen 23,2% Steuer und Service :                     +US$  20.06
Das ergibt dann US$ 106,56 für die Getränke!
Das ist die Grundlage für die   Überlegung, ob man bei einer solchen Reise in dieses Resort All   Inclusive buchen soll oder nicht. Der Aufpreis ist je nach   Reiseanbieter sehr unterschiedlich und für manche Inseln ziemlich   hoch. Wenn man zum Beispiel das Reethi Beach Resort bei Neckermann   zu dieser Reisezeit (Febr.2016) mit Übernachtung und  Frühstück   buchen würde, muss man für  Halbpension einen Aufpreis von 36 €   pro Person und für All Inclusive sogar 101 € pro Person mehr bezahlen! Das finde   ich sehr viel und da muss sich jeder entscheiden: Je nachdem welchen   Getränkebedarf man hat, lohnt sich das oder nicht. Wir haben immer   im Hauptrestaurant gegessen und die anderen à la carte Restaurants   nicht in Anspruch genommen, aber mit den vorgenannten Preisen ergibt   sich gegenüber der Halbpension eine Differenz von 65 € pro Person.   Für uns mit unserem Tagesbedarf hat sich also die All-Inclusive   Variante nicht gelohnt: Wir haben rund 110 Dollar pro Tag   vertrunken, aber 130 Euro dafür bezahlt. Ärgerlich ist vor allem, dass All Inclusive   beileibe nicht alle Getränke umfasst, sondern ein eingeschränktes   Angebot. Ein Cappuccino ist z.B. nicht darin enthalten, sondern muss   extra bezahlt werden.
Eigentlich ist das der reinste Wahnsinn: Die Preise sind   unverschämt, auch wenn man behauptet, die seien so hoch, weil alles   mit dem Schiff herantransportiert werden muss. Das ist auf vielen   anderen Inseln auch so - aber hier werden die Touristen regelrecht   abgezockt.

Montag, 29.2.2016
Zum   Frühstück gibt es heute Morgen Frühstücksspeck und Hashbrowns. Da   hätte ich mir am besten Two Eggs Overeasy bestellen sollen, das wäre   ein gutes amerikanisches Frühstück geworden. Meine Frau ist von den   Lachs-Bruschettas begeistert, die der Koch hinter der Theke   anfertigt.
Um 11:00 Uhr nehmen wir an der   Führung durch die Anlage teil. 28 Personen haben sich in die Liste   eingetragen, um einmal in diesem Resort hinter die Kulissen zu   schauen. Das Angebot finden wir hervorragend, weil so wirklich alles   transparent gemacht wird. Maria, eine der deutschen   Gästebetreuerinnen, erklärt, dass zur Zeit die 260 Gäste im voll   ausgebuchten Resort von fast 300 Beschäftigten versorgt werden. Mehr   als die Hälfte kommt aus Bangladesh, der Rest zu gleichen Teilen aus   Indien und Sri Lanka. Davon sind 25 Frauen. Alles ist hervorragend   durchorganisiert: Wir besuchen die Küchen, die Bäckerei, die   Wäscherei, verschiedene Werkstätten und schauen uns die   Trinkwassergewinnungsanlage an. Hier wird sogar mit Zusatz von   Carbonaten ein eigenes Mineralwasser hergestellt.
Wir dürfen auch in   die Mannschaftsunterkünfte und in deren Küchen- und   Aufenthaltsbereiche schauen. Von der Sauberkeit und Organisation   sind wir sehr beeindruckt; man merkt auch irgendwie, dass das Resort   in Schweizer Hand ist und von einem deutschen Manager geleitet wird.   Leider ist es bei dem Rundgang sehr heiß, weil in der Mitte der   Insel kein Lüftchen weht - wir flüchten uns überall sofort in den   Schatten.
Am meisten beeindruckt sind wir   aber von dem Verfahren zur Mückenbekämpfung. In der Mitte der Insel   hat man ein Süßwasserbecken angelegt, in das die Moskitos ihre Eier   ablegen. Darin schwimmen aber kleine Fische, die die Larven   anschließend auffressen. Außerdem ist ein Biologe fest im Resort   angestellt, der dafür sorgt, dass kleine Pfützen, die sich nach dem   Regen gebildet haben, sofort mit Insektenspray bekämpft werden. So   bleibt die Insel fast frei von Moskitos. Das finden wir eine   nachahmenswerte Idee.
Beim Mittagessen bekommt der   Kellner wieder 5 Dollar, denn wir stellen fest, dass sich das   Trinkgeld auszahlt. Inzwischen kommt nämlich das kühle Bier vom Fass   sofort, wenn wir an einem Tisch Platz genommen haben. Es wird auch   sofort abgeräumt und uns mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Manchmal   lächelt er sogar ein wenig.
Am Nachmittag regnet es   zwischendurch; zum Schnorcheln ist das Wasser milchig, aber zum   Schwimmen angenehm. Ich schwimme einmal rund um die Insel am   Außenriff entlang und registriere jetzt auch mehr die   unterschiedlichen Strömungsverhältnisse.
Beim abendlichen Büffet sind wir   begeistert vom Filet Wellington mit Rotweinsauce und checken in   diesem Zusammenhang auch einmal die Weinkarte, deren   Flaschenangebote meist im Bereich von US$ 38 - 60 liegen. Der   Cassillero del Diablo aus Chile, der bei uns im Supermarkt um 6 €   kostet, wird für 38,50 angeboten, der Errazuriz  Syrah-Cabernet   für 49 $ (bei uns 7.70 €) und der Undurraga Sauvignon Blanc 39 $   (bei uns 5 €). Viele Weine aus Chile und Südafrika finden sich in   der umfangreichen Weinliste. Erstaunlicherweise sind aber auch viele   aus dem Libanon dabei; aus Frankreich nur einige unbekannte Marken.

Dienstag, 1.3.2016
Es ist   ein wenig bedeckt, als wir zum Frühstück gehen. Anschließend   schnorchle ich etwas weiter nördlich am Riff, aber es sind auch   nicht mehr Fische zu sehen als gestern. Das Wasser ist auch nicht   klarer.
Beim Strandspaziergang beobachten wir einen kleinen Hai, der ganz   nah am Ufer entlang schwimmt und uns begleitet. Er lässt sich durch   die aufschlagenden Wellen nicht beeinflussen und schwimmt in einer   Sandrille den Strand entlang.
  
Mittwoch, 2.3.2016
Es ist   schönes Wetter heute und die Sonne scheint hell bis auf den   Meeresgrund, als ich nach dem Frühstück schnorcheln gehe. Das Wasser   ist sehr schön klar.

Weißer Sandstrand und kristallklares Wasser an der   Ostseite der Insel
Am Nachmittag gehen wir in der   Lagune baden, die sich wegen des sandigen Untergrundes wunderbar   zum Schwimmen eignet.

Weißer Sandstrand und türkisgrünes Wasser in der   Schwimmlagune am Südende der Insel
Der Sonnenuntergang ist nicht so   spektakulär wie in den letzten Tagen, weil die Sonne hinter den   Wolken verschwindet. Aber der Himmel ist dann immer rot und rosa    gefärbt und es ergibt sich eine schöne Abendstimmung.
Das spanische Büffet am Abend ist   wenig spanisch, wir hätten mindestens eine Paella erwartet. Sehr   lecker sind allerdings die Saucen und Marinaden, denn die geben den   faden Fischbällchen, Pasteten und Bratenscheiben erst etwas   Geschmack.

Donnerstag, 3.3.2016
Heute   sind wir eine Woche hier, die verflixt schnell vergangen ist. Ich   frage bei der Rezeption nach, ob sie mir nicht ein Kreuzworträtsel   ausdrucken können, das ich auf einem Memorystick gespeichert habe.   Aber das wird abgelehnt, da es verboten ist, einen fremden Stick in   eines der Geräte in der Rezeption zu stecken.
Es gelingt mir aber mit einem Trick, indem ich mir die Seite als   E-mail Anhang schicke und die Adresse des Hotels mit der   Zimmernummer angebe. Die Rezeption druckt es aus und ich bekomme es   in den Bungalow gebracht bzw. kann es an der Rezeption abholen.
Den Nachmittag verbringen wir auf der Liege am Strand. Da   Schleierwolken die Sonne verdecken, kommt die Sonne nicht so stark   durch und es ist nicht so heiß.
Ich stelle auch fest, das der WLAN-Empfang an der linken Seite der   Hauptbar deutlich besser ist als in der Rezeption und hole mir meine   E.mails jetzt immer dort ab.
Abends wird ein Tex-Mex-Büffet angeboten, das ganz ordentlich ist. Die   Saucen und Salsas sind gut, die Chutneys auch. Aber eine Fajita   fehlt und die Nachos aus der Tüte sind alle zerbröselt. Lecker sind   die Maiskolben mit Chipotle und die Chicken Yucatan Pfanne.

Freitag, 4.3.2016
Es ist blauer Himmel beim Frühstück   und wir machen einen Walk um die Insel. Beim Schnorcheln versuche   ich heute, große Fische zu fotografieren.
Auf die Happy Hour verzichten wir heute, sondern machen stattdessen   von 18:00 - 20:00 Uhr eine Sunset Tour mit dem Dhoni. Die Kosten von US$ 25 sind für AI-Gäste inbegriffen.

Jetzt sieht man mal die Strandbar vom Wasser aus. Viele Leute sitzen jetzt dort und erwarten den Sonnenuntergang.

Langsam entfernen wir uns von der Insel. Die Fahrt geht nach Westen ins   Baa Atoll bis zur Insel Amillafushi. Der Sonnenuntergang sieht aber   dort nicht anders aus als bei uns auf der Insel. Außerdem   verschwindet die Sonne unter einer milchigen Wolkendecke. Zum   Schluss muss der Schiffsführer richtig Gas geben, weil es dunkel   wird. Ein Wasserflugzeug steht noch am Ponton und hat neue Gäste   gebracht.
Kurz vor 20:00 Uhr sind wir zurück und beeilen uns, zum Indischen   Büffet zu kommen, das es im Hauptrestaurant gibt. Das ist nicht   überragend, aber die Salate sind schmackhaft. Besonders gut gefällt   uns ein Salat mit rohen und gebratenen Zwiebeln und ein scharfer   Ananassalat mit Zwiebeln, Chili, Hiling und Mangosauce. Unserem Ober   geben wir den dritten Fünfer und hoffen, dass wir weiter bevorzugt   werden.
Am Abend sortiere ich meine Fotos. Mit der Digitalkamera   fotografiert man übermäßig viel und wirft zu wenig weg. Von den 600   Fotos lösche ich jetzt erstmal 300.

Samstag, 5.3.2016
Beim Frühstück ist wieder schönes Wetter, aber die Kellner machen   kein freundliches, sondern nur ein unbeteiligtes Gesicht. Es fällt   auf, dass ein Lächeln und eine Begrüßung fehlen. Erst wenn ich   grüße, kommt ein Gruß zurück. Beim Kaffee-Einschenken wird zuerst   der Mann bedient, danach erst die Frau.
Beim Schnorcheln ist das Wasser trübe und nach dem Mittagessen   machen wir uns fertig für einen Besuch auf den Nachbarinseln   Kamadhoo und Kihaadhoo.
Gegen 14:30 Uhr fahren wir ab und sind eine halbe Stunde später an   Amillafushi vorbei kurz vor der kleinen Insel Kihaadhoo, auf der   etwa 300 einheimische Maldiver wohnen.
Auf der Insel Kihaadhoo
Im Unterschied zu den Touristeninseln   stellen wir fest, dass wir hier in einen richtigen kleinen Hafen   einlaufen mit gemauertem Kai und Anlegestellen für die Fischerboote. Hier einige Beobachtungen vom Gang über die Insel:
Die meisten Häuser werden jedoch aus   einfachen Zementbausteinen errichtet und sind noch nicht fertig. Zur   Miete wohnt keiner hier, sondern man muss heiraten und bekommt dann   ein Grundstück auf der Insel zugewiesen. Dort fängt man an zu bauen   und erweitert das Haus anschließend immer ein Stück weiter. Die   Männer arbeiten meist in den Resorts auf den Nachbarinseln und die   Frauen verdienen sich Geld durch das Flechten von Matten aus   Palmblättern für die Belegung der Dächer. Das sehen wir auch, wenn   wir durch die Inselstraßen spazieren. Schaut man in ein Haus hinein,   sieht man die Männer auf dem Bett liegen, wobei sie sich mit dem   Smartphone beschäftigen, fernsehen oder Musik aus einer Stereoanlage   hören. Das sind natürlich auch die begehrtesten   Einrichtungsgegenstände.
Ansonsten ist die Einrichtung der Häuser sehr spartanisch, wenn   nicht ärmlich, obwohl es allen durch die Arbeit in den Hotels   ziemlich gut geht. Trotzdem könnte es allen noch viel besser gehen,   wenn die Regierung nicht so korrupt wäre und das Einkommen von den   jährlichen 1 Mill. Touristen besser verteilen würde. Der Präsident   ist der Halbbruder des früheren Diktators, der das Land 40 Jahre   lang regiert hat. Er ist nicht nur Präsident, sondern auch   Finanzminister, Verteidigungsminister, Außen- Justizminister - hat   also ungeheure Machtbefugnisse.
Unter den 300 Einwohnern der Insel   sind 60 Kinder, die in die Dorfschule gehen, die wir besuchen. Hier   ein kleines Fotoalbum vom Besuch in der Schule:
Wir erfahren, dass die Scheidungsrate   auf den Malediven unheimlich hoch ist und dass es nicht ungewöhnlich   ist, wenn 20jährige schon zweimal verheiratet waren. Das liegt an   der eigenwilligen Interpretation vom sunnitischen Islam, zu dem die   Malediven zu 100 % gehören. Ein Mann braucht zu einer Frau nur 3 mal   zu sagen: "Ich verstoße dich" und wird geschieden. Nach der   Scheidung muss er noch ein halbes Jahr für die Frau sorgen, dann ist   alles erledigt und er kann wieder heiraten. Die Frau kann sich nicht   so leicht scheiden lassen, sondern muss gewichtige Gründe für die   Trennung anführen. Ehebruch gibt es sowieso nur bei Frauen, nicht   bei Männern.

Wir spazieren durch die Dorfstraßen   und laufen an verschiedenen Häusern entlang. Die Frauen legen   Früchte und Fische zum Trocknen auf Wellblechplatten aus. Jedes Haus   hat eine Satellitenantenne. Das Wasser wird entweder in großen   Behältern aufgefangen oder kommt als Trinkwasser von den   Resort-Inseln, die alle eine eigene Wasserentsalzungsanlage   besitzen. Die Stromversorgung auf der Insel wird durch einen großen   Generator sichergestellt, der mit Diesel betrieben wird. Zu jedem   Haus gehört ein kleiner Garten, der ähnlich wie auf dem   oberen Bild aussieht. Meist werden Gurken, Melonen und   Papayas angebaut, manchmal auch eine spezielle Art von Kartoffeln.
Auf der Insel Kamadhoo
Drei Stunden später geht es weiter zu   einer anderen Insel. Sie heißt Kamadhoo und wird von ca. 600   Maldivern bewohnt. Sie ist nicht weit weg von der Touristeninsel   Landaa Giraavaru, auf der sich das Four Seasons Resort befindet. Deshalb arbeiten auch die meisten   Bewohner in diesem Resort. Dort kosten die Bungalows für die   Touristen 1000 Euro und   mehr pro Nacht, sodass die Trinkgelder für die Bediensteten   großzügig ausfallen und das Einkommen der Maldiver sehr hoch ist. Das   merkt man schon bei der Einfahrt in den Hafen dieser Insel, der sehr   viel besser befestigt ist und in dem ein reger Verkehr herrscht. Die gelbe Fahne ist das Wahrzeichen   der Oppositions- Partei, die hier mit vielen Mitgliedern stark   vertreten ist. Die gelben Fahnen finden wir auch auf der Dorfstraße vor  dem Parteizentrum der MDP wieder.
Die Kinder spielen fröhlich auf der   Straße; von den 500 Einwohnern der Insel sind 92 Kinder. Im Unterschied zu den Kindern der anderen Inseln laufen sie nicht barfuß über die Straße, sondern haben Strandsandalen an den Füßen. Vor der   Parteizentrale hat man eine Public-Viewing Leinwand eingerichtet,   damit alle die Fußballspiele verfolgen können. Fußball ist die große   Leidenschaft der Maldiver.
Den Reichtum der Insel erkennt man daran, dass die Häuser stabiler   sind und einen farbigen Anstrich haben. Viele Einwohner haben eigene Boote und sogar Kajütkreuzer. Wir besuchen auch die   Schule. Die Stundenpläne, die Fächer und die persönlichen Daten sind   für alle zugänglich und sind draußen angeschlagen..Es wird viel Wert auf die Ausbildung der Kinder mit der Fremdsprache Englisch gelegt.
Das Hauptverkehrsmittel auf der Insel ist die Schubkarre. Mit ihr   kann man alles transportieren. Manche jungen Männer haben ein Moped,   wobei wir uns fragen, was man auf dieser kleinen Insel mit einem   Moped soll. Aber wahrscheinlich ist das eine Prestigefrage. Hier einige Bilder von unserem Rundgang über die Insel:
Bei der Rückfahrt zu unserer Insel   erkennen wir jetzt auch von weitem Reethi Beach und können   Fonimagoodhool von den anderen Inseln unterscheiden.
Zum Abendessen gibt es heute ein Grill-Büffet mit vielen   schmackhaften Salaten und Saucen.

Sonntag, 6.3.2016
Nachts war es ein bisschen bedeckt,   aber am Morgen scheint wieder die Sonne und es ist sehr heiß, weil   wenig Wind weht. Beim Schnorcheln sehe ich viele bunte Fische, aber   alles Arten, die ich schon öfter beobachtet habe.

Ich komme zu dem Schluss, dass ich   mich durch die Kataloge der Reiseveranstalter habe täuschen lassen:   Alle sprachen davon, dass der große Vorteil dieser Insel darin   liege, dass das Hausriff nur 50-80 m entfernt sei und dass dadurch   brillante Möglichkeiten für Schnorchler gegeben seien. Für   All-Inclusive-Gäste ist pro Tag eine geführte Tour am Hausriff   inbegriffen. Außerdem   könne man bei Ebbe und Flut gut schwimmen. Die Möglichkeiten zum   Schwimmen sind durch die Lagune am Südwestende in der Tat sehr   schön. Es wurde aber nirgendwo erwähnt, dass das Riff ziemlich tot   und langweilig ist. Die geführte Tour am Hausriff ebenfalls.
 
Wer also auf die Malediven fahren will, um zu schnorcheln, wählt besser eine andere Insel, denn interessante oder aufregende Fischbeobachtungen kommen nur dann zustande, wenn man an einer der Fahrten teilnimmt, die vom "Sea-Explorer" angeboten werden. Diese führen zu verschiedenen Riffen in der Umgebung und müssen teuer bezahlt werden. Wer aber bereit ist, für jede  Schnorcheltour 50 Dollar auszugeben, dem kann ich Reethi Beach durchaus empfehlen, denn mich haben die Preise erst einmal abgeschreckt: Dazu kommen noch 23,2%   für Steuern und Service! Dive-Spots gibt es genug: 80 Tauchgründe in einer   Entfernung von 10 bis 70 Minuten mit dem Boot. Wer Spaß daran hat,   kann hier viel Geld loswerden. Andererseits kostet eine solche komfortable Schnorcheltour nicht mehr als 10 Glas Bier - und so gesehen, ist das gar nicht mal so teuer.
Nachmittags kommen viele neue Gäste   an. Es ist unheimlich heiß und man kann es nicht am Strand   aushalten. Wir flüchten uns unter den Schatten der Bäume. Meine Frau   legt sich in den Liegestuhl auf der Terrasse, ich mache mir es mit   Hilfe der Polsterauflagen auf der Hollywoodschaukel gemütlich. Bei meinem Rundgang über die Insel   beobachte ich das Verladen der Lebensmittel, als am Schiffsanleger   die Dhonis mit dem Nachschub ankommen. Aber auch der Abtransport des   Mülls ist ein Problem. Jeden Nachmittag müssen drei Karren davon auf   das Schiff geladen werden. Der gesamte Müll wird auf die Insel   Thilafushi gebracht und dort verbrannt bzw. verkippt. Das sind pro   Tag von allen Inseln zusammen insgesamt ca. 400 Tonnen.
Davon wächst die Insel täglich um 1m² und ist inzwischen so groß   geworden, dass man Fabriken und Industrie dort angesiedelt hat.
Ein Riesenproblem ist der Müll dennoch, weil die meisten darin   enthaltenen Wertstoffe   gar nicht recycelt werden, sondern einfach verklappt werden. Dadurch   kommen Aluminium, Quecksilber und andere Metalle wieder ins Wasser   und verursachen das Absterben von Fischen. Eine trauriger Kreislauf,   den der Tourismus verursacht.

Montag, 7.3.2016
An unserem letzten Tag in Reethi   Beach schaue ich mir noch einmal bei einem Rundgang sämtliche   Bungalows und ihre Lage genauer an, um für einen weiteren Besuch die   beste Lage zu ermitteln. Ich komme zu dem Schluss, dass die Villen   von 142-154 die besten sind, weil sie wegen ihrer Lage am Nordwesten   noch ein bisschen Wind von der Nordseite abbekommen. Allerdings ist   das auch abhängig von der Jahreszeit - je nachdem, aus welcher   Himmelsrichtung der Monsun   weht.  
Im Souvenirshop suche ich mir ein   handgemaltes T-Shirt von den Malediven mit einem Manta auf der   Vorderseite aus. Das wird zwar im Sonderangebot mit 20% Rabatt   angeboten, aber mit Steuer und Service komme ich trotzdem auf 45   Dollar. Ziemlich teuer, finde ich, aber schließlich will man ja ein   Andenken haben...
Am Abend werden wir noch mit einem   wunderschönen Sonnenuntergang belohnt.

Danach gehen wir zur   Rezeption und erkundigen uns nach der Abfahrtszeit für unser Boot,   das uns zum Flughafen bringen soll. Alles ist von der Gästebetreuung perfekt   organisiert: Unsere Koffer werden um 11:30 Uhr abgeholt und unser   Boot soll um 12:30 Uhr ablegen.
Abends gibt es ein sehr ordentliches "Französisches Büffet" mit Ratatouille, Boeuf Bourgignon, Muschelsuppe und Salade Nicoise. Dazu   sogar einige Käsesorten. Mit dem passenden Wein dazu ein echter   Genuss!

Dienstag, 8.3.2016
Abreisetag. Wir sitzen um 8:00 Uhr   beim Frühstücksbüffet. Zum ersten Mal lasse ich mir vom Kellner   Spiegeleier bringen, weil ich auf dem Büffet vernünftig gebratenen   Frühstücksspeck entdeckt habe. Deshalb gibt es heute ein amerikanisches   Frühstück.
Auf der ganzen Insel wird heute gegen Insekten gesprüht. Auf den   Wegen stehen schon überall Warnschilder und der Biologe steht mit   einem langen Schlauch und einer 3m langen Spritze in den Büschen.
Um 12:30 Uhr kommen neue Gäste an und   Maria informiert uns, dass das Hotel nun wieder ausgebucht ist. Um   12:45 Uhr werden wir zum Bootsanleger begleitet und fahren zusammen   mit einem anderen Pärchen zum Ponton, wo um 13:00 Uhr das   Wasserflugzeug starten soll. Alles funktioniert sehr pünktlich.  
 
Am Ponton wartet schon die Maschine   mit den beiden Piloten, die diesmal keine kurzen Hosen tragen.
Wir   erfahren, dass wir zuerst noch zur Landeplattform des Four Seasons   Resorts auf der Insel Landaa Giravaaru fliegen, um dort zwei   Passagiere an Bord zu nehmen.
Es kommt auch schnell ein Boot vom Four Seasons mit zwei Japanern,   die zu uns in das Wasserflugzeug steigen. Bei der Zwischenlandung blicken wir sehnsüchtig auf die Insel   Landaa Giravaaru mit dem tollen Four Seasons Resort und sind ganz neidisch, weil   wir uns nämlich in der Zwischenzeit im Internet einmal das Hotel angesehen   haben, das wir uns wegen der hohen Übernachtungspreise leider nicht leisten   können,   denn für 14 Tage muss man für den Luxus dort schon etwa 15 000 Euro   pro Person auf den Tisch legen.
Eine Stunde später liegt der Flughafen   von Male unter uns und wir landen im Wasserflugzeug - Terminal. Das   liegt auf rechten Seite des nachfolgenden Bildes, wo auch der Tower   zu sehen ist.

Wir brauchen nicht lange zu warten, dann ist schon ein Shuttlebus zur Stelle, der uns zum Airport-Terminal bringt. Direkt vor unserem Ankunftsplatz stehen schon unsere Koffer und daneben ein Boy mit einem Schild "Summerisland". Er führt uns direkt zur Anlegestelle des Speedboats, das uns zur Insel bringen soll. Dazu kommen noch zwei Pärchen aus einem Flugzeug, sodass wir insgesamt 6 Personen, 5 Bedienstete und 3 Leute von der Crew sind, die zur Insel  Insel Ziayaaraifushi starten, wo wir die nächsten beiden Wochen verbringen wollen.
Meinen Reisebericht von Summerisland Village können Sie auf der folgenden Webseite lesen:

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