Reisebericht über die Höhepunkte Panamas - Reiseberichte von Hawaii und anderen Trauminseln

Maui Hookipa Strand

Reiseberichte von Paul Tresselt

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Reisebericht über die Höhepunkte Panamas

Reiseberichte
Reisebericht: Höhepunkte Panamas
Auf diesen Seiten möchte ich von einer Reise durch Panama berichten, das wir im Rahmen unserer Mittelamerikatour besucht haben. Wir waren zuletzt an der Playa Potrero in Costa Rica und wollten von dort weiter nach Panama, weil wir den Reisebaustein "Höhepunkte Panamas" bei Thomas Cook gebucht hatten. Vorteilhaft ist, dass man von Liberia im Norden Costa Ricas direkt dorthin fliegen kann und nicht zur Hauptstadt San José zurück muss.

Donnerstag, 13.3.2014

Flug von Costarica nach   Panama
Wir   sind schon früh aufgestanden und sitzen vor halb sieben beim Frühstück in unserem Hotel   Bahia del   Sol in Potrero. Um 8:00 Uhr kommt unser Taxi und bringt uns in einer Stunde zum Preis von 90 $ zum Flughafen nach Liberia. Dort müssen wir erst die Ausreisesteuer bezahlen und ziemlich lange am Ticketschalter warten. Erst kurz   vor 11:00 kommen wir zum Gate. Dann geht allerdings alles sehr pünktlich  vonstatten, wir fliegen mit COPA, einer Fluggesellschaft, die auch zur Star Alliance gehört und nach einer Stunde und 20 Minuten sind wir in   Panama.      
Beim Anflug auf Panama City ist der   Eingang zum Kanal mit der Puente de las Americas deutlich zu sehen.   Im Hintergrund kann man die Wolkenkratzer von Downtown erkennen.
Die Immigration und den Zoll haben wir schnell hinter uns und draußen steht   schon wieder die Taxi Mafia, die 60 $ für die Fahrt vom Flughafen zu   unserem Hotel haben will.

Panama City
Aber dann schaffen wir es auch für 40 $ und der Fahrer fährt uns   mürrisch die 25 km zum Hotel Crowne Plaza. Der Balboa als Währung   ist uninteressant, weil er gleich dem Dollar ist und gar nicht   gewünscht wird. Der Dollar ist gleichberechtigte Währung hier. Daran   merken wir gleich, dass Panama ein gehöriges Stück teurer ist als   Costa Rica.
Die unangenehme Überraschung erwartet uns sogleich beim Einchecken   im Hotel, weil keine Reservierung vorliegt. Wir sind wiederum sauer   auf Thomas Cook, weil es die gleiche Misere wie in San Rosé ist, wo   wir auch nicht angemeldet waren. Wir nehmen uns vor, niemals mehr   bei Thomas Cook zu buchen oder in jedem Fall persönlich unsere   Ankunft im Hotel vorher per Mail bestätigen zu lassen. Danach dauert   es nämlich noch eine ganze Weile, bis es nach vielem Hin und Her   durch den freundlichen und energischen Einsatz des Concierge klappt.   
Hier merke ich zum ersten Mal, was die Mitgliedskarte zur Hotelkette   bewirken kann, die ich ihm unter die Nase halte und erkläre, dass   ich andernfalls eine ganz böse Bewertung über die Rezeption abgeben   werde. Da ich in meinen Spanischkursen immer von meiner   mexikanischen Lehrerin Teresa darauf hingewiesen wurde, dass man   sich in Lateinamerika grundsätzlich lautstark und wütend beschweren   muss, wenn man etwas erreichen will, hat das auch hier geholfen: "tengo   una queja" ist immer sehr wichtig.
Wir bekommen Zimmer 604 und 609 im sechsten Stock und sind   zufrieden, weil alles da ist: 2 große Betten, ein vernünftiges Bad,   Stauraum und ein Schreibtisch. Das WLAN ist kostenlos wegen unserer   Membership-Karte.
Nach kurzer Eingewöhnung (inzwischen ist es  wegen der   Zeitverschiebung schon 16: 00 Uhr) nehmen wir zur Happy Hour als   kostenlosen Begrüßungsdrink (wegen unserer Unannehmlichkeiten) in   der Bar einen Guaro Sour mit Ron Abuelo und besprechen unseren   morgigen Tag, den wir ja zu unserer Verfügung haben, bevor die   Rundreise mit Thomas Cook beginnt.
Abends fahren wir zu Tony Roma´s und bereuen unseren Entschluss   trotz der Fahrtkosten mit dem Taxi (hin 10 $ und zurück 7 $) nicht,   denn die Baby Back Ribs sind große Klasse.
Mit einem Absacker in der Bar beschließen wir unseren ersten Tag.
Freitag, 14.3.2014

Mit dem Blick aus unserem Hotelzimmer im 6. Stock auf Panama   City stellen wir fest, dass das Hotel   Crowne Plaza eine gute Wahl von uns gewesen, weil es   zentral in der Innenstadt liegt und sich die Haltestelle vom    Hop on - Hop off - Bus gleich um die Ecke befindet. Auf der   untenstehenden Karte ist das die Nummer 1. Wenn Sie sich für das   Hotel interessieren, sollten Sie sich die Webseite des   Crowne Plaza   anschauen. Ich habe auch dazu eine ausführliche   Bewertung im Tripadvisor geschrieben.

Wir stehen schon um halb sieben auf    und sitzen um 7:15 Uhr beim hervorragenden Frühstücksbüffet, weil   wir danach mit dem Hop on - Hop off -Bus eine Stadtrundfahrt machen   wollen. Wir beginnen mit der Blauen Tour, die hier eingezeichnet   ist:
Unser Hotel liegt   links neben der Stelle, wo die Nr.1 eingezeichnet ist. Das ist sehr   günstig, denn in 5 Minuten sind wir am Startpunkt.
Zuerst einmal fahren wir mit der "Blauen Linie" eine komplette Runde und schauen uns Panama City an, um einen Überblick zu gewinnen.

Wir sind erstaunt über den enormen Verkehr, die modernen   Autos und die imposanten Hochhäuser.
Hier hat sich eine Metropole entwickelt, die keinen Vergleich mit anderen Hauptstädten zu scheuen braucht.
Wenn man die Skyline betrachtet, muss es der Stadt und dem Land Panama gut gehen.
"Der Bohrer" heißt   dieses Hochhaus bei den Panamesen. Uns fallen die vielen Porsche und Mercedes auf, die wir in den anderen mittelamerikanischen Ländern nicht gesehen haben.
Von den 3,5 Millionen Einwohnern von Panama leben 1,5   Millionen in Panama City. Die Stadt ist in einem rapiden   Größenwachstum begriffen, das durch die   Immobilienspekulation mit Drogengeldern aus Kolumbien   gefördert wird.



Der Turm der   alten Kathedrale

An der Haltestelle Panamá Viejo steigen wir aus und   besuchen die Ruinen der alten Stadt Panama, die heute   Weltkulturerbe der UNESCO sind. Gepflegt ist diese Station  aber nicht, denn viele Schilder sind unlesbar. Das ärgert uns doch ein wenig, wo doch die UNESCO so viel Geld in die Restaurierung der alten Kultustä#tten hineinsteckt. Das ist vor allem deshalb sehr schade, weil wir gern mehr über die Ruinen und die Historie der alten Satdt Panama erfahren hätten.
 
Wir klettern auf den Turm der alten Kathedrale und fotografieren von oben die Skyline von Panama City. Beim Rundgang durch die alten Gebäude erleben wir die Geschichte  der Stadt mit. Panama Viejo war die erste Stadt an der Pazifikküste, die 1519 gegründet wurde. Sie wuchs schnell heran und hatte bald 5000 Häuser, weil sie an der Schnittstelle des Camino Real lag. Das war der Umschlagplatz für die Gold- und Silberschätze, die aus Kolumbien nach Spanien gebracht wurden.
Hier eine Blick aus dem Fenster des Turms auf die Stadt.


Der Blick über die Bucht ist allerdings ernüchternd. Es ist Ebbe und das Wasser in der Bucht ist verschwunden; nur große Schlammflächen sind stattdessen zu sehen.
Es ist sehr heiß und wir kommen erst mit dem Bus 12:25 Uhr weiter, der auch mit  ziemlicher Verspätung um 12:40 Uhr eintrifft. Dadurch verpassen wir das Umsteigen am Multi-Centro und können erst kurz vor 14:00 Uhr in die Rote Linie umsteigen, die die Kanaltour umfasst.
Der Bus fährt um den Cerro Ancon herum bis zu den  Miraflores Schleusen. Hier wollen wir aber nicht aussteigen, weil wir ja noch  eine Fahrt durch den Kanal gebucht haben, bei der wir die Schleusen viel besser  anschauen können.
Beeindruckend ist der Blick auf die   Skyline von der Calzada de Amador aus gesehen. Die Fahrt endet am Casco Antiguo, das   wir zu Fuß durchstreifen.

Wir fotografieren viele alte, aber schön  restaurierte  Gebäude, Straßen und lächelnde einheimische Leute aus Panama. Hier einige Eindrücke von unserem Spaziergang:
Auf der Plaza Bolivar nehmen wir eien Happy Hour Drink und fahren danach mit einem Taxi zum Hotel zurück.

In der Abendsonne sieht die Skyline von der Avenida Balboa beeindruckend aus.
Als wir im Hotel ankommen, finden wir auch eine Nachricht von Gamboa Tours vor, dass uns ein Guide morgen früh um 7:30 Uhr abholt. Anschließend essen wir im Hotel zu Abend. Ich schreibe noch einen Bericht fürs Internet und zähle meine neuen Mückenstiche. Weitere vier sind dazu gekommen.
Samstag, 15.3. 2014
Wir stehen schon um halb sechs auf,   um um 6:00 Uhr in Ruhe zu frühstücken. Wir sind erstaunt, wie viele   Personen schon um diese Zeit dort beim Frühstück sitzen - es sind   vor allem Besatzungsmitglieder von Schiffen. Auch unsere   Reiseleiterin ist schon da und will uns um 7:00 Uhr abholen. Das   lehnen wir aber ab, weil wir in Ruhe frühstücken wollen. Dann geht   aber alles perfekt los, denn die ältere Reiseleiterin Veronika   entpuppt sich als sehr clevere Person, die alles im Griff hat. Sie   erscheint mit einem Minibus und dem Fahrer Alexis, der in der   Zwischenzeit noch zwei Gäste von einem anderen Hotel abgeholt hat.,   die auch die Tour gebucht haben, die von der Agentur "Gamboa-Tours"   durchgeführt wird.
Erstaunt blickt sie uns an, dass wir keine Vouchers haben, hat uns   jedoch auf ihrer Liste und übergibt uns schon einmal zwei Karten von   der Kanaldurchfahrt.

Alexis fährt uns dann zur Anlegestelle   des Ausflugsschiffes, das die Kanaldurchfahrt macht. Anschließend   bugsiert uns Veronika geschickt durch die wartende Menschenmenge bis   in die erste Reihe vor dem Tor, das um 8:00 Uhr geöffnet wird. Jetzt   verstehen wir auch ihre Sorge um die frühe Abfahrt, denn nur so   bekommt man die besten Plätze auf dem Schiff. Wir müssen lediglich   den älteren Gästen aus einem Exclusiv-Bus den Vortritt lassen, die   sich mit Vitamin B den Zutritt verschafft haben. Die wissen   allerdings nicht, wo die besten Plätze im Schiff sind, deshalb nutzt   Veronika das wieder sehr geschickt aus und lotst uns zu den   überdachten Plätzen auf dem Vorderschiff, die während der Fahrt im   Schatten liegen. Wir sind ihr sehr dankbar dafür.
Zunächst erleben wir die Einfahrt der großen Schiffe in den Kanal   mit, müssen aber drei Runden drehen, bis wir uns an ein Schiff   anhängen können, das in die Schleuse fährt. Ankern darf man in dem   Kanal nämlich nicht. Alles funktioniert hier nur mit Lotsen - auch   auf unser Ausflugsschiff kommt ein Lotse. Das Schiff, auf dem wir   uns befinden, ist übrigens gar nicht so klein, denn 1000 Passagiere   befinden sich jetzt darauf.
Wir sehen auch die vielen Container, die von den Schiffen auf einen  Zug geladen werden, weil die Schiffe entweder zu groß für die Durchfahrt sind  oder weil ihnen die Durchfahrt zu teuer ist.

Ein Schiff muss nämlich je nach Tonnage zwischen 200 000 und 400 000  Dollar bezahlen. Ein Kreuzfahrtschiff kostet ebenso viel - der Preis richtet  sich nach der Kabinenzahl des Schiffes. Sogar unser Ausflugsschiff muss 1000  Dollar für die Tour bis nach Gamboa am Chagres Fluss bezahlen.

Schließlich dürfen wir uns an einen   griechischen Tanker hängen, der Soja-Öl geladen hat. In der   Zwischenzeit erzählt Veronika viel über Panama und den Kanal. Vor   allem zieht sie uns aber den Zahn, dass der Ausflug 3 Stunden   dauert. Mit 6 Stunden müssten wir schon rechnen, erklärt sie uns.

Wir nähern uns der   Centennial Bridge und betrachten fasziniert die riesigen   Containerschiffe, die an uns vorbeituckern und von Lotsenschiffen in   der richtigen Bahn gehalten werden.

Die Durchfahrt durch den Kanal ist ganz interessant, aber nicht so   spektakulär, wie wir es am Yangtse in China erlebt haben.
Spannend wird es, als wir uns den Miraflores Schleusen nähern, denn die Durchfahrt erfordert wirklich eine zentimetergenaue Steuerung. Erstaunlich schnell steigt das Schiff, wenn sich die mächtigen Stahltore der Schleuse schließen. Es gibt im Übrigen auch jeweils eine Webcam an den Miraflores Schleusen und an den Gatun Schleusen, mit der Sie   in Echtzeit die Durchfahrt der Schiffe beobachten können.

Die Webcams sind 24 Stunden täglich in Betrieb. Zwischen Deutschland und Panama beträgt der Zeitunterschied 6 Stunden.
Die Chinesen haben übrigens eine Eisenbahnstrecke bis nach Colon gebaut und laden mit   riesigen Krankolonnen die Container von den großen Frachtern auf die   Eisenbahnwaggons, um sie nach Colon zu transportieren, wo sie wieder   auf andere große Frachter verladen werden. So ersparen sich die   Reederein die teure Durchfahrt durch den Kanal und die Chinesen   verdienen viel Geld für den Eisenbahntransport. Es ist für alle ein   lukratives Geschäft. Der Hafen ist inzwischen auch schon fast ganz   in chinesischer Hand.
Die gleiche Prozedur erleben wir eine halbe Stunde später an den Pedro Miguel Schleusen, wo unser Schiff zweimal 8 Meter gehoben wird und ein weiteres Mal um 10 Meter.
Das dauert insgesamt 3 1/2 Stunden. Das nebenstehende Video zeigt die Durchfahrt durch diese Schleuse. Man kann sehr gut sehen, wie eng die Durchfahrt durch den Kanal ist. Die Lotsenboote sind jeweils hinter dem Frachter, um ihn gegebenenfalls in die Fahrbahnmitte zu drücken. An den Seiten fahren Elektro- Loks, die das Schiff durch die Schleuse ziehen. Viele Zuschauer sehen sich das Schauspiel vom Verwaltungsgebäude der Schleuse an.
Die Gamboa Rainforest Lodge
Um halb drei legen wir in Gamboa am   Zufluss des Rio Chagres an. Es dauert eine Weile, bis alle   ausgestiegen sind und in den wartenden Bussen verschwinden. Die   Reihenfolge des Aussteigens wird von der Schiffsbesatzung streng   geregelt. Inzwischen hat es auch einen Regenschauer gegeben, aber   wir kommen trocken durch einige Pfützen in unseren Minibus.
Nach einem kurzen Stopp am   Minimarkt, in dem wir uns auf Anraten von Veronika mit einigen Sixpacks Panama Beer eindecken (weil das Bier in der Rainforest   Lodge so teuer ist), kommen wir kurze Zeit später in der Lodge an.
 
Die Zimmer 215 und 216 sind schon   vorbereitet und wir sind ganz zufrieden mit dem großen Bad und der   Hängematte auf dem Balkon. Es ist allerdings auch ziemlich feucht   und muffig hier.
 
Wir packen erst einmal unsere   Bierdosen in den leeren Minikühlschrank und treffen uns zur Happy   Hour an der Bar. Die Abendsonne beleuchtet den Blick auf den Rio   Chagres.

Der Blick über den Fluss ist toll, aber die Margarita, die wir an der Bar bestellt haben, nicht, denn sie schmeckt seifig. Der Caipirinha ist besser, den der Barkeeper anschließend  nach   unserer Anweisung mixt. Dafür bezahlen wir allerdings 64 Dollars für   die 8 Drinks inklusive der Steuern und des Trinkgelds. Die Anlage ist groß, aber dennoch   sehr schön. WIFI in der Lobby ist kostenlos, auf dem Zimmer kostet   es allerdings 16,50 $ pro Tag.

Abends essen wir im Restaurant und   sind mit dem ordentlichen italienischen Büffet sehr zufrieden. Inge   entscheidet sich für die Corvina (Seebrasse). Hans wählt Lasagne und   Ute Salmon Tropical. Das Bier empfinden wir mit 3,50 $ als ziemlich   teuer, alles andere erscheint uns zwar überhöht, aber nicht zu   teuer. Wir gehen früh ins Bett.
Wenn Sie mehr über das Hotel wissen   wollen, können Sie meine Bewertung beim Tripadvisor lesen.
Samstag, 16.3. 2014
Wir treffen uns um 7:;00 Uhr zum ordentlichen    Frühstücksbüffet. Um 8:30 Uhr geht es los mit einem Boot zum Monkey   Island auf dem Gatun See.
 
Wir fahren über den Rio Chagres auf   den Panamakanal und dann in das Inselgewirr des Gatun-Sees. Viel   gibt es nicht zu sehen. Als aber ein Krokodil auftaucht, ist meine   Digitalcamera zu langsam. Es taucht ab, bevor ich den Auslöser   betätigt habe. Ansonsten ist nur ein kleines Krokodil zu sehen, das   sich in der Sonne wärmt.

Dafür bekommen wir aber die Affen gut zu sehen, weil unsere clevere   Führerin sie mit Bananen lockt. Veronika erklärt uns wiederum den   Trick: Die nachfolgenden Boote mit den Touristen würden nicht mehr   viel von den Affen sehen, weil diese dann schon satt sind und nicht   mehr von ihren Bäumen herunterklettern würden.
Anschließend fahren wir zur Aerial   Tram , die sich auf dem weit verzweigten Hotelgelände befindet, und   machen eine Fahrt durch die Baumwipfel. Viel ist nicht zu beobachten   auf der der geruhsamen Fahrt in luftiger Höhe. Lediglich auf der 30   m hohen Plattform hat man ein guten Blick auf den Kanal und den   Gatun-See.

Der Rundumblick von der   Aussichtsplattform über den Rio Chagres und den Kanal ist   fantastisch. Ich versuche, ein Panoramafoto zu schießen.
Anschließend besuchen wir das Aquarium und das Serpentarium, das   sich ebenfalls auf dem Gelände des Gamboa Rainforest Resorts   befindet. Einen Orchideengarten gibt es auch noch. Wir empfinden   allerdings alle drei Anlagen als ziemlich mittelmäßig. Deshalb sind   wir froh, als wir gegen 13:00 Uhr wieder zurück im Hotel sind und   etwas Ruhe haben. Wir genießen den Nachmittag in der Hängematte auf   dem Balkon und unten am Pool. Es ist ziemlich heiß und das   Thermometer zeigt 34°C im Schatten.

In den Pool gehen wir nicht, weil die Duschen nicht funktionieren   und die meisten Gäste ohne zu duschen mit ihren verschwitzten   T-Shirts in den Pool springen. Unseren Happy Hour Drink nehmen wir   an der Poolbar und müssen mit Plastikbechern vorlieb nehmen.
Das Abendessen ist nur mäßig. Viele alte Leute  und große   Gruppen stehen am Büffet. Es herrscht eine Massenabfertigung und der   Service ist auch nicht besonders.
Montag, 17.3. 2014
Wir sitzen schon um halb sieben   beim Frühstück - gerade rechtzeitig für ein Foto vom Sonnenaufgang:
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Um 8:00 Uhr geht es los in Richtung Nationalpark Chagres. Die Straße dorthin ist voller Schlaglöcher und voller Unrat.
  
Es dauert mehr als 1 1/2 Stunden, bis wir an der Anlegestelle Nueva Vigia im Chagres Nationalpark ankommen. Dort warten die Emberá Indianer mit ihren Einbäumen. Sie sehen recht abenteuerlich aus in dem Wartehäuschen für die Touristen. Am Ufer liegen die Einbäume, die inzwischen alle einen Außenbordmotor haben.
 
Es müssen schon genügend Touristen hierher kommen, wenn sich die Eingeborenen das leisten können. Sie sind alle gut genährt und erwarten die Touristen, die mit ihren Besuchen ihren Lebensunterhalt bestreiten.
 
Aber wir stellen auch fest, dass unsere Reiseführerin Veronika alles professionell im Griff hat: In großen Eisboxen hat sie  Rum, Cola , Wasser, Bier und flüssige Geschenke mitgebracht, die der Fahrer Alexis in die Einbäume verlädt. Er verhandelt mit dem Häuptling Matteo, den er schon von früheren Besuchen her kennt.

Wir sind jetzt 10 Personen in einem Boot. Außer uns und dem mitfahrenden Pärchen sitzen Veronika und der Fahrer Alexis auf den Querstreben, während der Eingeborene am Außenbordmotor und Häuptling Matteo am Bug das Boot steuern. Wegen der Vorschriften müssen wir alle Schwimmwesten tragen,  es meckert aber keiner, als wir sie unterwegs ausziehen.
Die Schwimmwesten brauchen wir nämlich gar nicht, weil der Rio Chagres zur Zeit 4 m weniger Wasserhöhe hat als sonst - wegen der Trockenzeit. Dadurch muss Matteo sehr oft den Einbaum mit einer langen Stange über die flachen Stellen im Fluss vorwärts schieben. Alexis hilft ihm manchmal dabei.

Selten können wir schnell fahren, in den meisten Fällen müssen wir uns durch riesige Flächen von Wasserhyazinthen oder gründe Entengrütze langsam hindurchkämpfen.
 
Unterwegs kommen wir an anderen Dörfern der Emberá Indianer vorbei, die malerisch am Ufer liegen. Manchmal winken Kinder oder wir sehen die Indianerfrauen im Fluss Wäsche waschen. Schließlich legen wir an einer flachen Stelle an, wo es nicht mehr weitergeht.
Wir müssen   aussteigen und zu Fuß weitermarschieren. Ein schmaler Trampelpfad   führt am Fluss entlang. Matteo geht vorneweg und zeigt uns den Weg;   Alexis und der Bootsführer schleppen hinter uns die Eisbox mit den   Getränken.
 
Wir müssen mehrmals   das Flussbett durchqueren und über den rutschigen Lehmboden wieder   zum Pfad zurückfinden. Die Emberas marschieren mit nackten Füßen   voraus und wir sind froh, wegen der Steine Sandalen an den Füßen zu   haben.

Manchmal sind   Kletterpartien angesagt, wenn der Fluss seinen Weg durch enge   Schluchten gesucht hat. Schließlich kommen wir an einem sehr schönen   Wasserfall vorbei mit einem richtigen Naturpool davor.

Alles sieht sehr   paradiesisch aus und Veronika animiert uns, in dem natürlichen   Schwimmbecken doch ein Bad zu nehmen. Immerhin ist es ziemlich heiß   und feucht in diesem Dschungel. Uns ist jedoch ein solcher   Urwaldfluss nicht ganz geheuer und wir verzichten darauf. Wir haben   nämlich bemerkt, dass Veronika, Alexis und die Eingeborenen hier   gern eine Pause machen wollen, während die Touristen das Bad am   Wasserfall genießen sollen. Das gefällt uns besser als das Bad   unterhalb des Wasserfalls.
 
Die eisgekühlte Cola   mit dem Ron Abuelo schmeckt uns nämlich ebenfalls ausgezeichnet und   wir verstehen jetzt, warum Veronika die Eisbox mitgenommen hat. Sie   steigt gewaltig in unserer Achtung als professionelle Reiseführerin.   Beschwingt marschieren wir weiter, aber es dauert trotzdem noch mehr   als 40 Minuten, bis wir in das Dorf Embera Drua kommen -   eines der vier Dörfer, das die Emberá Indianer hier bewohnen.

Es sieht so aus, als   hätte sich das Dorf für unseren Besuch besonders herausgeputzt.   Alles ist total sauber und die Wege zum Dorfeingang sind blank   gefegt. Am Eingang des Dorfes, das hoch über dem Steilhang des   Flusses liegt, treffen wir auf einige Kinder, die uns ganz aufgeregt   auf einen großen Leguan aufmerksam machen, der gerade ein Küken   verzehrt:
   
Wahrscheinlich gibt es   hier im Dorf und bei den Emberá genug zu essen, denn die Kinder   sind wohlgenährt.
  
Veronika überreicht Elias, dem   Stammesältesten einige Gastgeschenke in Form von Getränken und   US-Dollars.Danach werden wir in den Versammlungsraum gebeten,  wo noch eine andere Besucherguppe sitzt, und Malko, sein Schwiegersohn,   hält eine kleine Begrüßungsansprache.
 
Die Frauen bereiten für uns ein Mittagessen vor, das aus gebratenem   Fisch und gebackenen Bananen besteht. Jedes Fischfilet wird in eine   Tüte aus Bananenblättern eingewickelt. Uns schmeckt natürlich dazu   das eisgekühlte Bier aus der mitgeschleppten Eisbox.

Ein bunt geschmücktes und bemaltes   Mädchen zeigt uns, wie die Emberá aus Pflanzenfasern und Tierfellen   Gewebe herstellen. Leider demonstriert sie alles mit gelangweilter   Mine, sodass wir den Eindruck haben, dass sie diese Vorstellung für   die Touristen sehr oft macht und gar kein Interesse mehr daran hat. Hinterher wird auf dem Dorfplatz getanzt; aber auch hier haben wir den Eindruck, dass das primitive Stampfen mit den nackten Füßen auf dem Lehmboden zu den rhythmischen Klängen von zwei Trommeln nicht gerade von Begeisterung geprägt ist. Lediglich die Jungen im Hintergrund haben Spaß an der Sache.
  
Malko sagt, dass sie ihren Lebensunterhalt damit verdienen, dass sie aus Holz und anderen Materialien Souvenirs für die Touristen herstellen. Das sind teilweise ziemlich grob geflochtene Kränze oder Textilien, aber es sind auch fein bemalte Gefäße dabei.
Die angefertigten Souvenirs sind   in einer anderen Hütte ausgestellt, die zu einem Verkaufsraum   umgestaltet wurde. Die Schnitzereien, Schmuck- und Bastelarbeiten   werden von den einzelnen Familien zum Verkauf angeboten. Das Angebot   ist recht unterschiedlich - auch in der Qualität. Manche sind sind   ziemlich primitiv und sehen zusammengeschustert aus. Jeweils ein   Familienmitglied ist für den Verkauf zuständig. Die Preisverhandlung   ist ziemlich schwierig, weil nur wenige Spanisch sprechen. Alle Teile sind alle ziemlich teuer. Die bemalten und mit Muscheln beklebten Gefäße kosten durchweg 50 bis 200 Dollar. Mir gefällt eine Maske aus Pflanzenfasern und ich   muss mit der Großmutter eines Mädchens, das sie hergestellt hat,   lange handeln, bis ich sie für 40 Dollar bekomme.
Veronika erklärt uns, dass der gesamte   Stamm aus 120 Personen besteht. Es sind 24 Familien mit 37 Kindern,   die seit 30 Jahren hier im Nationalpark leben. Die Emberá sind   Ureinwohner hier in Panama und leben in diesem Gebiet bis zur   kolumbianischen Grenze. Es gibt noch drei weitere Dörfer dieser Art,   die die Genehmigung von der Regierung erhalten haben, hier zu leben.   Sie werden politisch unterstützt, aber sonst leben sie lediglich vom Tourismus. Einen Stromanschluss hat das Dorf nicht, sondern   lediglich ein Nottelefon mit Solarbetrieb.
Für die Kinder gibt es auch eine   Schule, aber die Eltern wollen nicht, dass die Kinder in eine Schule gehen. Sie fürchten, dass dann die Kinder in die Zivilisation der Städte abwandern und nicht mehr zurückkommen.
  
Die Großraumhütten   sind jeweils für eine oder mehrere Familien gebaut. Wir dürfen   leider nicht hineinblicken. Natürlich ist nicht alles aus   Dschungelmaterial hergestellt, denn es sind auch Schalungsbretter   und Bauhölzer darunter, die die Bewohner mit Sicherheit von einer   Baustelle geholt haben.
Flussabwärts fahren wir mit dem Einbaum wieder zurück und bleiben   auch nicht mehr stecken.

Trotz der touristischen Aufmachung hat uns dieser Ausflug zu den   Emberá sehr gut gefallen, denn die Fahrt mit dem Einbaum und auch   die Wanderung am Fluss entlang waren interessant und haben Spaß   gemacht.
Gegen 16:30 Uhr sind wir wieder im Hotel und setzen uns zur Happy   Hour unten an die Poolbar. Leider müssen wir dort den Rum-Punsch   wieder aus Plastikbechern trinken.
Abends nehmen wir im Restaurant das Büffet und erfahren, dass man   für 10,95 $ auch ein Salatbüffet nehmen könnte. Das hätten wir   vorher wissen sollen!
Colon und   Portobelo
Dienstag, 18.3. 2014
Schon um halb fünf am frühen Morgen   müssen wir aufstehen, weil es um halb sechs weitergeht. Natürlich   murren wir, weil es kein vernünftiges Frühstück gibt, denn mehr als   einen Plastikbecher Kaffee und ein Croisson in der Lobby gibt es   nicht. Aber Veronika wird schon wissen, warum sie uns so früh aus   dem Bett holt.
Mit dem Minibus werden wir von Gamboa zurück nach Panama City   gebracht und stehen um 6:30 Uhr als erste vor der Bahnstation der Panama Canal Railway und warten darauf, dass der Schalter   geöffnet wird.
  
Wir sind   als erste dran und lösen die Tickets nach Colon für 25 $.  Wir   dürfen als erste den Zug besteigen, um die besten Plätze im   Panoramawagen zu bekommen (Jetzt wissen wir, warum wir so früh   aufstehen mussten und loben wiederum Veronika als Reiseleiterin).   Dabei erfahren wir auch, dass  der gesamte Zug lediglich mit   einem einzigen Waggon fährt, der für Passagiere vorgesehen ist.

Dieser "Panoramawagen"  ist sehr stark mit einer Klimaanlage   unterkühlt, sodass wir die meiste Zeit draußen auf den offenen   Bereichen stehen, um auch besser fotografieren zu können. Dort ist   es allerdings ziemlich zugig. Wir warten darauf, dass der Zug einmal   hält, damit wir besser fotografieren können, aber eine Haltestelle   gibt es nicht.

Der Zug rast ziemlich schnell über die einspurige Strecke, die er   sich mit den Containerwaggons teilen muss. Die erste Zeit geht es   nur durch eine Dschungellandschaft, sodass man von der Umgebung kaum   etwas sehen kann. Ab und zu ruft mal jemand: "Schau mal da, Affen in   den Bäumen!" Fotografieren kann man aber nichts, weil alles so   schnell vorbei ist.

Danach verläuft die Strecke am Gatun-See entlang. Der See ist hier   ganz flach und ziemlich verlandet; viele Baumstümpfe ragen heraus.   In der Ferne erkennt man die großen Schiffe, die auf ihrer   vorgeschrieben Route den See überqueren. Es ist ziemlich zugig vorn auf der offenen  Plattform. Eine Haltestelle gibt es nicht, sondern 60 Minuten später hält der Zug auf dem Bahnhof von Colon.
Bei der Rundfahrt durch die Hafenstadt am Atlantik sind wir entsetzt   über die schäbigen und heruntergewirtschafteten Wohnblöcke und die   schmutzigen Straßen. Veronika erzählt von besseren Zeiten und dem   Niedergang dieser lebendigen Stadt mit der Freihandelszone durch die   Ansiedlung von Schwarzen, Arabern und Drogenhändlern.

Die Wohnblöcke sind inzwischen alle in der Hand von Chinesen und   Libanesen. Im Vergleich mit dem restlichen Panama gefällt uns   jedenfalls die schmutzige Stadt nicht besonders.

Für Touristen ist sie außerdem ein ziemlich unsicheres Pflaster. Die   Bevölkerung ist im Vergleich mit dem übrigen Panama sehr dunkel in   der Hautfarbe. Einzig und allein der Straßenzug am Hafen, wo die   Kreuzfahrtschiffe festmachen, ist nach Veronikas Ansicht sauber.   Dort gibt es ordentliche Geschäfte und frisch gestrichene Fassaden.   Den Kreuzfahrern wird ein völlig falsches Bild von der Stadt   präsentiert.
Danach fahren wir zum Fort San Lorenzo an der Mündung des Rio   Chagres:
  
Obwohl das   Fort Nationaldenkmal in einem Nationalpark ist, ist alles ziemlich   heruntergekommen. Eigentlich ist es nur noch eine Ruine auf einer   Landspitze mit einem schönen Ausblick auf die Mündung des Rio   Chagres.
Auf der Rückfahrt   machen wir noch an den Gatun-Schleusen halt und schauen von   der Aussichtsplattform der Durchfahrt eines Containerschiffes zu.
 
100 Jahre alt ist inzwischen der   Panamakanal. Das Jubiläum für die architektonische Leistung wird in   Panama City groß gefeiert. Und einer neuer Kanal ist bereits im Bau.

Sie können   sich im Übrigen den Schleusenvorgang auch online anschauen, wenn Sie   die Webcam Gatun aufrufen. Sie müssen allerdings den Flashplayer auf   Ihrem Gerät aktivieren und den Zugriff auf die Seite erlauben.   Danach können  Sie die Bilder der Webcam unter der   Registerkarte "High Resolution" aufrufen.
Über Colon fahren wir weiter nach Portobelo an der Karibikküste.

Schon auf   der Hinfahrt sehen wir viel Unrat auf den Straßen und ziemlich   heruntergekommene Hütten. Das alte Fort Jeronimo in Portobelo   besteht nur noch aus Mauerresten und verrosteten Kanonen. Veronica   berichtet, dass der Ort früher ein schöner Ausflugsort gewesen sei,   heute aber nur noch Wohnort für Aussteiger sei, die auf den Schiffen   und Booten leben, die in der Bucht ankern.

Wir machen einen Rundgang durch die   Stadt und folgen dem Vorschlag aus dem Touristenbüro:

Das kleine Museum ist mickrig und   besteht aus einem einzigen Raum in der alten Stadtmauer, in dem man   alles gesammelt hat, was irgendwie zur Geschichte der Stadt passt.   Dabei gehört das Örtchen mit 3000 Einwohnern zum UNESCO Kulturerbe.
 
Wenn man einen geschickten Bildausschnitt wählt, sieht die Bucht noch ganz malerisch aus; früher muss das ganz toll gewesen sein.

Da die Bewohner alles verkommen lassen, ist es heute nur noch eine verlandete Kloake mit viel Müll.

Wenn es nicht so traurig wäre, dieses Elend zu sehen, könnte man Fotostudien machen.
 
Überall sitzen die Geier auf den Häusern und auf den Mauern, um sich auf neuen Müll und Abfall zu stürzen.
Wir fragen Veronika, was denn die   Leute bewegt, diesen Ort zu besuchen. Sie antwortet, das sei die   Kirche Iglesia San Felipe mit dem Bildnis des schwarzen Jesus. Also   besuchen auch wir die Kirche und fotografieren den Seitenaltar mit   dem berühmten Bild. Jedes Jahr pilgern am 21. Oktober 40 000 Leute hierhin, denn nachts wird das Bild auf einer Sänfte von 40 Männern mit nackten Füßen aus der Kirche getragen. Sie ziehen dann im Tanzschritt mit Musik durch Portobelo. Ihnen folgt die Büßerschar, wobei einige der Büßer auf den Knien rutschen. Um Mitternacht ist das Schauspiel vorbei und dann wird wüst gefeiert.

Allerdings besuchen die meisten Leute   den Ort nicht wegen der Kirche, sondern weil Portobelo ein wichtiger   Knotenpunkt  für Schmuggler ist. Von hier aus fahren viele   kleine Boote nach San Blas oder nach Kolumbien. Schon früher wurden   hier die Schiffe der Spanier mit Gold und Silber der neuen Welt   beladen, bevor sie zur langen Reise nach Spanien lossegelten.   Portobelo war nämlich der Endpunkt des großen Trails von Kolumbien.
Mehr als   die  Häuser des Ortes faszinieren uns die bunt bemalten   Linienbusse, die von Colon nach Portobelo fahren.
 
Aus den Bussen sind richtige   Kunstwerke geworden. Ein Fahrer   lässt uns bereitwillig ins Innere schauen. Er ist ganz stolz auf   sein bemaltes Fahrzeug.

Auf dem   Rückweg nach Colon kehren wir unterwegs zum Mittagessen in ein   kleines Restaurant am Karibikstrand ein. Es ist zwar schon 15:00 Uhr, aber das macht nichts. Es gibt Bananenchips, Weißkohlsalat und je nach Bestellung Shrimps, Fischfilet oder einen ganzen gebratenen Fisch mit Reis und Kochbananen. Am besten schmeckt uns das kalte Bier.
  
Der Strand vor dem   Restaurant sieht gar nicht schlecht aus: Heller Sand, Palmen und   Liegestühle. Dazu ein blauer Himmel in der Karibik. Was will man   mehr?

Leider trügt der   Schein: Man darf nichts ins Wasser blicken. Die braungelbe Brühe    animiert nicht zum Baden und der Swimming-Pool ( = das Blechbecken   vor der Veranda) lockt auch keinen hinein. Da ist es schon besser,   im Liegestuhl unter einer Palme ein kühles Bier oder einen Ron   Abuelo zu genießen und auf ein Bad im Meer oder im Pool zu   verzichten.
Um 16:00 Uhr   fahren wir zurück nach Colon und dann über die Autobahn nach Panama   City. Zuerst wird das andere Pärchen im Country Inn and Suites   abgeladen und dann ist unsere Ausflugstour am Crowne Plaza zu Ende.   Wir bekommen die Zimmer 411 und 816 und haben keine Lust mehr, zum   Abendessen in ein Restaurant zu gehen. Wir trinken noch zwei Rum   Punch an der Bar und gehen ins Bett.
Playa Bonita Resort
Mittwoch, 19.3. 2014
Der heutige Morgen gefällt uns: Wir   brauchen nämlich nicht früh aufzustehen und können ohne Hektik   frühstücken. Für die nächsten Tage haben wir nämlich das   Interconti Playa Bonita Resort gebucht, um uns von den   Anstrengungen der Reise zu erholen. Um 11:00 Uhr fahren   wir mit einem Taxi für 40 Dollar zum Playa Bonita Resort. Unterwegs   machen wir hinter der Brücke Puente de Las Americas einen Fotostopp.   Wir sind erstaunt, dass der Aussichtspunkt den Chinesen gewidmet   ist.

Ein Denkmal weist   darauf hin, dass die Chinesen seit 150 Jahren in Panama präsent sind    und dass Panama sich sehr über die gute Zusammenarbeit freut.
Im Interconti Playa Bonita werden wir   als Members der Interconti-Kette nett empfangen. Alles ist   vorbereitet, aber da wir zwei getrennte Betten haben wollen,dauert   es noch etwas, bis auf der Members-Etage unsere Wünsche mit einem   anderen Zimmer erfüllt werden. Mit den Zimmern 307 und 309 sind wir   dann sehr zufrieden, denn wir haben ein geräumiges Zimmer, zwei   Queen-Betten, einen Balkon mit Blick aufs Meer und ein schönes Bad.   Alles ist in Ordnung und nicht zu feucht. So packen wir erst einmal alles in Ruhe aus und suchen uns dann am   Strand bzw. am Pool eine freie Liege, von denen genug vorhanden   sind. Wenn Sie mehr über das Hotel wissen wollen,

schauen Sie sich doch   einmal die   Bewertungen im Tripadvisor und bei Holidaycheck an. Es ist   inzwischen ein Dreams Hotel und renoviert worden. Vielleicht gefällt   es Ihnen.
Die Anlage ist sehr   schön und gepflegt, aber der Strand nur mäßig. Das Meer steigt bei   Flut mehrere Meter, ist aber nicht sauber. Der Untergrund ist   milchig und zementfarben. Schade.

Vielleicht haben wir fälschlicherweise auch ein Hotel gewählt, das zu nah am Eingang   des Kanals liegt und vielleicht wären ein paar Erholungstage auf den   Inseln Bocca de Toros besser gewesen. Jetzt sind wir aber einmal   hier und wollen uns erholen.

Ich spaziere am Strand   entlang in Richtung zum Westin Hotel, das einige hundert Meter   weiter östlich liegt  und stelle fest, dass überall Mangroven   wachsen, wobei das Wasser schmutzig ist und stinkt. Irgendwo muss   Brackwasser sein. Und dann entdecke ich auch als Ursache den Bach,   der zwischen den beiden Hotels ins Meer fließt.

Zur Happy Hour können   wir  den Welcome Drink nicht verwenden, da der nur in der Lobby   Bar gilt. Viele Gäste haben All-Inclusive-Armbänder. Ein Abendessen   für Leute mit Halbpension wie uns gibt es heute nur als Beach Party.   Dafür sind 160 Plätze an 8er-Tischen mit viel Aufwand im Sand   vorbereitet worden.. Dazu wurde ein Bühne mit Musik installiert,   deren Lautstärke uns fast erschlägt.  Das Büffet (22,50 $ für   Normalverbraucher) ist sehr ordentlich; es gibt auch ein Spanferkel   vom Grill und Fisch und Hühnchen. Wir erfreuen uns an   den Salaten und probieren einiges von den Platten. Der Fisch und die   Hühnchen sind gut, das Spanferkel zu fett. Dafür sind die Desserts   aber große Klasse. Die Musik ist viel zu laut und wir halten es   deswegen nicht zu lange am Strand aus.

Donnerstag, 20.3. 2014
Jetzt haben wir endlich Ferien. Wir   sitzen um 8:00 Uhr beim sehr guten Frühstücksbüffet auf der Terrasse   des Restaurants. Der Service ist ausgezeichnet und wir sind sehr   zufrieden.
Danach legen wir uns etwas abseits vom Pool mit der   Musik-Dauerberieselung unter eine Palme.
Der Strand ist vorne   hell, dahinter grau, schmutzig wie nasser Zement und wie Schlick am   Wattenmeer. In der Ferne kann man die Schiffe beobachten, die vor   der Kanaleinfahrt ankern und auf die Durchfahrtsgenehmigung warten.   Manchmal sind es mehr als 30. Die Sicht ist schlecht, dazu ist es   diesig und heiß. Das Thermometer zeigt 36°C und es ist heiß. Nur   gut, dass der Wind weht - und das manchmal ganz kräftig.
Am Abend gibt es ein   italienisches Büffet, das sehr gut aussieht, aber schnell abgegrast   ist. Dafür werden wir bei der Berechnung der Biere bevorzugt, die   wir bestellt haben.

Freitag,   21.3. 2014
Wir sitzen schon wieder vor 8 Uhr beim   Frühstücksbüffet und wundern uns um halb zehn, dass kein Mensch am   Pool oder am Strand liegt. Wir sind fast allein. Der Himmel ist   etwas bedeckt und der Wind weht schon recht kräftig. Ich habe   mehrere Moskitostiche von gestern - sogar auf der Stirn. Ich weiß   nicht, ob die Stiche von Moskitos oder Sandfliegern herrühren.
Im Laufe des Tages bedeckt es sich; erst am Nachmittag trudeln   wieder einige Gäste ein. Wahrscheinlich haben viele die Kanalfahrt   mitgemacht oder irgendetwas besichtigt. Auf dem Gelände wird wieder   kräftig gegen Insekten gesprüht: Überall stinkt und qualmt es.

Samstag,   22.3. 2014
Wir stehen früh   auf und sitzen schon um halb acht beim Frühstück. Ich habe wieder   neue Moskitostiche auf der Stirn. Es können also kaum Sandfliegen   sein.
Die Sonne kommt nur ab und zu durch die Wolken und es ist noch   diesiger als gestern. Am Pool ist wenig los und am Strand auch. Der   Wind ist aber nicht so stark und ganz angenehm. Ich mache eine   Erkundungstour um die Bucht herum und muss ganz schön um die Felsen   herum klettern. Leider ist aber auch dort an den Felsen das Wasser   nicht klarer.

Hans und Ute spazieren auf der anderen Seite der Bucht am Strand entlang zum Westin Hotel. Die Mangroven und Baumwurzeln dort am Strand sehen bei Ebbe malerisch aus, zeigen aber auch, dass es sich hier um Brackwasser handelt. Kein Wunder also, dass hier so viele Moskitos sind.

Hinterher frischt der Wind auf, dass es unangenehm wird am Strand. Wir verziehen uns an den Erwachsenenpool, wo es nicht so windig ist. Aber es fliegen Verbrennungsreste von Müll durch durch die Luft. Außerdem werden wieder kräftig Insektizide versprüht.
Zur Happy Hour lösen wir heute endlich unseren Welcome Drink am Pool ein. Es ergibt sich ein sehr schönes Bild, als die Sonne untergeht.

Abends sprühe ich mich zum Büffet kräftig mit einem Moskitorepeller ein. Die Moskitos stechen trotzdem. Am Morgen habe ich vier neue Stiche.
Sonntag, 23.3. 2014
Schon kurz vor sieben sitzen wir   warm angezogen beim Frühstück, denn heute nehmen wir Abschied und   fliegen nach Bogota, das im Gebirge von Kolumbien liegt und   wesentlich niedrigere Temperaturen aufweist. Die Mückenstiche jucken   ungemein. Wir frühstücken drinnen, weil es kühler ist und die Vögel   nicht auf den Stühlen und Tischen umherhüpfen.
Unser Taxi steht um 9:00 Uhr vor der   Tür und fährt uns zum Flughafen, wo wir 35 Minuten später   eintreffen. Die Warteschlange ist lang und es dauert mehr als eine   halbe Stunde, bis wir einchecken können. Wir bekommen aber unsere   reservierten Plätze.
Nach einer Stunde und 10 Minuten landen wir in Bogotá, wo Raphael   Guerrero wartet, mit dem wir ein Rundtour vereinbart haben. Das geht   prima, denn am Ausgang des Flughafens wartet Gustavo mit einem   Minivan. Wir laden unser gesamtes Gepäck ein und fahren in die City.   Unser erster Eindruck von dieser Stadt mit den vielen Graffitis und heruntergekommenen   Gebäuden  ist nicht berauschend, weil wir das aus Panama gar   nicht gewohnt sind. Leider fängt es an zu regnen und es wird   ungemütlich, da es sowieso nur 20°C sind. Für die tropischen   Verhältnisse, aus denen wir gerade kommen, ist das nicht sehr viel.   Immerhin liegt Bogotá 2600m hoch, was wir vorher so gar nicht   registriert hatten.
Das war´s von Panama. Ich hoffe, der Reisebericht hat Ihnen gefallen und es   sind ein paar brauchbare Informationen für Sie dabei, wenn Sie   vorhaben, Panama zu besuchen.  Vielleicht   haben Sie aber auch Interesse an anderen Reiseberichten von mir. Schauen Sie doch mal auf meine Reiseseite!
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