Reisebericht Höhepunkte Nicaraguas - Reiseberichte von Hawaii und anderen Trauminseln

Maui Hookipa Strand

Reiseberichte von Paul Tresselt

Direkt zum Seiteninhalt

Reisebericht Höhepunkte Nicaraguas

Reiseberichte
Da wir auf unserer   Mittelamerika-Tour Mexico und Costa Rica besucht hatten, bot sich ein   Abstecher nach Nicaragua an. Den hatte Thomas Cook mit einer einwöchigen   Tour zu den interessantesten Punkten des Landes im Programm, sodass wir   diesen Baustein in unsere Reise eingebaut haben. Wir hatten deshalb   vereinbart, dass wir von der Buena Vista Farm in Rincon de la Vieja von   einem Fahrer abgeholt wurden, der uns zur Grenze nach Nicaragua bringen   sollte.
Montag, 3.3. 2014
Letzter Tag   in Costa Rica. Schon früh am Morgen sind die anderen Mitglieder der   Gruppe abgeholt worden, die zurück nach San José fahren, um von dort aus   ihren Badeurlaub an der Pazifikküste anzutreten.
Es ist wunderbrar kühl hier oben auf der Farm Buona VIsta in Rincon de   la Vieja. Die Sicht ist klar und uns erwartet wieder ein schöner Tag.   Wir freuen uns jetzt auf Nicaragua und sind ganz gespannt darauf, wie es   jetzt weitergeht.
Karte von Nicaragua
Zunächst einmal sind wir nicht sehr   zufrieden mit dem Frühstück. Das ist nämlich wie in der Jugendherberge:
Strecke von Rincon de Vieja nach Managua
Lieblos geschnittenes Brot, Marmelade und Margarine in der Schale - und   dazu ein Koch an der Bratpfanne, der total unprofessionell in den   Omelettes herumfuhrwerkt. Der dünne Kaffe macht es auch nicht besser.
Um 9:00 Uhr holt uns ein Fahrer mit   einem Schweizer Guide ab, der uns zur Grenze nach Nicaragua bringen   soll. Die Google-Karte zeigt uns eine Wegstrecke von 243 km, sodass wir   damit rechnen, am Nachmittag in Managua zu sein.. Bis zur Grenze   brauchen wir ein eineinhalb Stunden. Der   Übergang über die Grenze von Costa Rica nach Nicaragua geht über Peñas   Blancas, das ist zur Zeit der einzige Grenzübergang auf der   Panamericana. Als wir dort ankommen, stehen kilometerweit die Lastwagen   hintereinander und warten auf die Abfertigung. Wir haben richtig Mitleid   mit den Lkw-Fahrern, die hier stundenlang warten müssen (unser Guide   sagt, tagelang), weil unser Fahrer langsam, aber gelassen daran   vorbeifährt. Aber auf uns wartet auch keiner. Wir sind jetzt 6   Personen. Den gleichen Reiseleiter von Thomas Cook erwarten Jörg und   Conny ebenfalls, zwei ganz lustige Fünfzigjährige aus Kassel. Nach einer   Stunde teilt uns der Reiseleiter, der uns zur Grenze gebracht hat, mit,   dass der neue Reiseleiter auf der anderen Seite der Grenze noch nicht da sei,   weil er uns erst um 12:00 statt um 10:00 Uhr erwartet hätte. Das tröstet   uns natürlich wenig.
Grenze von Nicaragua bei Peñas Blancas
Die Grenze sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus.
An der Grenze in Peñas Blancas
Eine Stunde später erscheint aber der Fahrer Alfonso,   ein cleveres sympatisches Kerlchen, und erklärt uns, dass er unser   Fahrer sei und lanciert uns über die Grenze..
Er zeigt   uns, wo wir einen Dollar und woanders nochmal 12 Dollar bezahlen müssen,   welche Papiere wir ausfüllen und wo wir uns anstellen müssen. Das Gepäck   übernimmt er auch und erspart uns die Kofferfahrer, die hier überall   herumstehen, um das Gepäck der Touristen durch die Grenzkontrolle zu schleusen. Jeder will was verdienen und hinter dem Maschendraht   stehen die Geldwechsler. Wir müssen jetzt umdenken: Bisher haben wir   alles in Colones bezahlt. 1000 Colones sind 2 US-Dollar oder 1,50 Euro.   Das ist im Übrigen auch der Preis für einen Joint oder ein Bonbon Crack,   um damit schön high zu werden. Irre billig eigentlich in Costa Rica.   Deshalb freuen sich auch alle Backpacker darüber.
In Nicaragua rechnet man jedoch mit Cordobas: 1US$ sind 25 Cordobas, 1 € sind 35 Cordobas. Euros nimmt natürlich hier kein Mensch an. Alfonso verhandelt mit einem der Geldwechsler, die mit dicken Geldbündeln herumwedeln, aber jetzt kommt unser neuer Guide und vermasselt ihm das Geschäft. Er erklärt nämlich, Geld könnten wir später im Hotel oder sonstwo wechseln, außerdem würde hier in Nicaragua jeder Dollars nehmen. Die wären halt die zweite Währung. Alfonso ist sauer und wir sind von unserem neuen Reiseleiter auch nicht begeistert. Er spricht nämlich miserables Deutsch, das zum Teil unverständlich ist.
Pferdefuhrwerk auf der Panamericana in Nicaragua
Die zweispurige Panamericana führt nach Norden auf die   Hauptstadt Managua zu. Unterwegs sieht man im Gegensatz zu Costa Rica   wesentlich mehr Pferdefuhrwerke, Eselskarren und Tuktuks. Die Straße ist   kein Highway durch das Land, sondern lediglich eine wichtige Verbindungsstraße für   die Landbevölkerung. Jetzt ärgert es mich besonders, dass meine kleine Lumix   FT 35 kaputt gegangen ist, denn die Canon Powershot, die ich noch mit   habe, ist zu langsam für Schnappschüsse aus dem Auto. Wenn ich auf den Auslöser   drücke, ist schon alles vorbei oder die Bilder werden unscharf. Und die   andere Lumix, die ich mit habe und immer als Unterwasserkamera benutze,   liefert seit Los Cabos nur noch milchige Bilder. Sie ist ebenfalls   hinüber. Es ist deshalb so ärgerlich, weil sich hier in Nicaragua viele   Schnappschüsse aus dem Auto anbieten.
Wir fahren die ganze Zeit am Nicaragua See   entlang, dem größten See Mittelamerikas. In der Ferne erheben sich im   Hintergrund regelmäßig die beiden Vulkane Concepcion und Maderas. Sie   sind bestimmend für die nächsten 100 km, die wir an dem See entlang   fahren.
Der Nicaragua See mit den Vulkanen Concepcion und Maderas
Der See ist mit einer Tiefe von 10-45m   eine wichtige Verkehrsader zwischen den Ortschaften am See und es wurde   schon mehrmals überlegt, eine Verbindung vom Atlantik zum Pazifik über   ihn herzustellen. Besonders die Chinesen sind an dem Bau eines Kanals   interessiert, der als Konkurrenz zum Panamakanal dienen soll.
Der Nicaragua See mit dem Vulkan Concepcion
Außerdem ist der Nicaragua - See im Norden   durch den Rio Tipitapa mit dem Managua - See verbunden.
Boutique Hotel D´Santos in DiriambaWährend   unserer Weiterfahrt kommen wir an Jinotepe vorbei und machen kurz   dahinter in Diriamba gegen 14:00 Uhr eine kurze Mittagspause auf der   Kaffeeplantage D´Santos, die ein kleines Boutique Hotel betreibt, von   dem wir ganz angetan sind. Alles ist nämlich sehr schön gedeckt für   unsere Gruppe, die jetzt aus uns vier und aus Conny und Jörg besteht,   die aus Kassel kommen. Sie machen anschließend noch eine Woche Urlaub an   der Küste in Costa Rica im Hotel Barceló Tambor Beach, während wir uns   entschieden haben, nach der Nicaragua-Rundfahrt noch ein paar Tage   Urlaub an der Playa Potrero  zu machen. Nach dem Mittagessen   schauen wir uns das kleine Boutique Hotel an.
Terrasse im Boutique Hotel D`Santos DiriambaDie Besitzerin zeigt uns die Räume,   von deren Ausstattung wir so begeistert sind, dass wir am liebsten   gleich hier bleiben möchten. Anschließend gibt es für uns noch eine   exklusive Plantagenführung. Vom Kaffee sehen wir nicht viel, obwohl das Hotel eine  Kaffeeplatage besitzt. Dafür werden uns aber viele exotische Pflanzen erklärt.
Auf der Plantage in Diriamba
Mit unserem Reiseführer Ner sind wir sehr   unzufrieden, weil er so schlecht deutsch spricht und weil seine   Erklärungen sehr spärlich sind und oft nur wenig informativ. Das   unzureichende Deutsch und vor allem die schlechte Aussprache ist zwar manchmal ganz lustig, wenn er uns während   der Fahrt sagt: "Auf die linke Seite jetzt Sie sehen Rinderficker."   Als wir erstaunt aufhorchen und uns neugierig die Nasen an der   Scheibe plattdrücken, aber außer ein paar Kühen nichts endecken   können und nochmals nachfragen, sagt er das noch einmal, er meint   aber: "Rinder-Finca,   Rinder-Farm." Jetzt könnt ihr euch in etwa vorstellen, wie seine   Aussprache ist. Er hat in Leipzig zur DDR-Zeit Agrarökonomie   studiert, aber wohl alles vergessen. Jedenfalls gibt er von selbst   kaum Erklärungen; wenn man nicht fragt, erfährt man nichts. Wir sind   ziemlich sauer, weil der Unterschied zu dem guten Reiseleiter in Costa   Rica so krass ist.
Während unserer Weiterfahrt nach Managua sehen wir den Unterschied zu Costa Rica immer deutlicher: Die Häuser sind viel ärmlicher, die Geschäfte sind primitiver und anstelle der  Kraftfahrzeuge auf den Straßen finden sich hier immer noch vielfach Pferdekarren, Eselskarren oder primitive Dreirädchen als Transportmittel. Als wir am späten Nachmittag durch die ersten Straßen von Managua fahren, sind wir erschüttert über die Armut, die uns entgegen blickt. Die Stadt hat immerhin  fast 2 Mio. Einwohner und ist die Hauptstadt von Nicaragua. Nach der offiziellen Zählung sind es zwar nur etwas über 1 Million Einwohner, aber die Einheimischen wissen, wie viele sich in den Außenbezirken aufhalten.
Ein Copy-Shop in ManaguaWir hatten   irgendwie eine moderne Großstadt erwartet und sehen hier nur kleine   ärmlich Läden. Auf dem Foto ist ein Copyshop zu sehen, der typisch   für die Form der kleinen Geschäfte ist.
Gemüsestand auf dem Mittelstreifen der Straße in Managua
Dann lernen wir sehr schnell eine Besonderheit von Managua kennen: Die Verkaufsstände in der Mitte der Straße auf dem Mittelstreifen. Bei den vierspurigen Straßen in der Innenstadt haben sich vor den Ampeln Familienunternehmen niedergelassen, die den haltenden Autofahrern viele unterschiedliche Waren anbieten. Das geht sehr schnell und reibungslos, hält allerdings auch manchmal den Verkehr auf. Das stört aber keinen, denn der Autoverkehr wird sowieso durch Pferdefuhrwerke und Eselskarren behindert.
Managua
Um 17:15 kommen wir im Best Western Las Mercedes in Managua an, das sich direkt gegenüber dem Flughafen befindet. Die Zimmer sind wie in einem amerikanischen Motel angeordnet und eingerichtet. Dennoch ist es als Übernachtung durchaus in Ordnung und sauber.
Pool im Best Western in Managua
An der Poolbar nehmen wir unseren Happy Hour Drink und sind erstaunt über die niedrigen Preise, die noch deutlich unter dem Niveau von Costa Rica liegen. Für unsere vier Mai-Tais (die allerdings ziemlich gewöhnungsbedürftig sind), bezahlen wir inklusive Steuern und Service 12,50 US$, wobei der Umrechnungskurs hier immer 1 US$ = 25 Cordobas ist. 100 Cordobas entsprechen 3 Euro. Das Abendessen ist ebenfalls sehr günstig. In dem Restaurant mit einem ziemlich eingeschränkten Speiseangebot bezahlen wir für 2 Burger, 2 Salate und 6 Bier insgesamt 55 US$. Ein Bier kostet 57 Cordobas, das entspricht 1,60 €. Das Bezahlen und Umrechnen fällt uns noch ziemlich schwer, da wir bisher kein Geld gewechselt haben. An der Grenze standen zwar viele Geldwechsler und der Fahrer Alfonso wollte uns auch helfen, aber Ner als Reiseleiter hatte abgewinkt und erklärt, wir würden das in Managua erledigen. Jetzt stellt sich bei der Nachfrage an der Rezeption heraus, dass wir an der Grenze einen wesentlich besseren Kurs bekommen hätten. Das ist wieder ein Minuspunkt für den Reiseleiter!
Zum Abschluss des Tages lassen wir uns noch einen   Macuá mixen, das   ist das Nationalgetränk von Nicaragua und entspricht dem Guaro Sour   in Costa Rica. Der Barmixer am Pool verwendet Rum, Limonen und   Grapefruits dazu. Der Drink schmeckt nicht schlecht, aber unsere   Damen wollen lieber einen Bailey´s und einen Kahlua haben. Wir   erkundigen uns nach dem Rezept für den echten Macuá: Der ist ein   bisschen anders und scheint uns auch interessanter und schmackhafter   zu sein.
Vielleicht haben Sie ja Ludt, mal einen selbst zu mixen! Hier die Zutaten:
  • 4 cl   Rum
  • 3 cl   Guavensaft
  • 3 cl   Orangensaft  
  • 1.cl Limonensaft
  • 1 cl   Grenadine  
  • 1 Scheibe   Limone oder Orange
  • 1 rote Kirsche
Natürlich verwendet man als Rum den   echten Flor de Caña dazu, den Rum aus Nicaragua. Da uns der nicht sonderlich geschmeckt hat bei einer Kostprobe in der Rumdestillerie, empfehle ich einen guten Bacardi oder Meyer´s Rum dafür.  Alle Bestandteile   werden in einen Shaker  gegeben und mit Eiswürfeln aufgefüllt.   Dann wird alles 20- 30 Sekunden geschüttelt und in ein Glas mit   Eiswürfeln gefüllt. Zum Schluss wird alles mit einer Orangenscheibe   und einer kandierten Kirsche garniert.
Macuá - das typische Getränk in Nicaragua
Alfonso vor dem Hotel in Managua
Dienstag, 4.3. 2014
Schon um   7:00 Uhr sitzen wir beim Frühstück, das gar nicht so übel ist.   Alfonso steht um 8:00 Uhr mit seinem Minibus vor der Tür und die   Koffer werden verladen. Danach starten wir zur Stadtrundfahrt. Der   erste Eindruck von dieser Millionenmetropole ist nicht besonders   toll; aber immerhin gibt es so etwas wie  einen Prachtboulevard   mit großen gelben Baumsymbolen aus Stahl, Statuen und Denkmälern.
Da die Stadt mehrmals durch schwere Erdbeben zerstört wurde, ist das Zentrum der Stadt verlagert worden und an anderer Stelle der Stadt neu errichtet worden. Man hat aber versucht, wenigstens das alte Zentrum mit der Kathedrale, dem   Nationalpalast, dem Theater Rubén Dario und dem Präsidentenpalast   wieder aufzubauen und die historischen Gebäude zu restaurieren..
Dorthin führt uns auch Ner als erstes auf dem Stadtrundgang.
Der Prachtboulevard in Managua mit stilisierten Bäumen
Die Kathedrale wurde zuletzt durch ein   Erdbeben 1972 zerstört und ist seitdem nur noch ein Skelett, das man   von draußen bewundern kann, aber nicht betreten darf.
Die Kathedrale von Managua
An  der Plaza de la Revolución stehen die Überreste der Kathedrale. In der Nähe befindet sich das  Grab von Carlos Fonseca, einem Anführer der Sandinisten.
Die Kathedrale von Managua
Wohin man auch blickt: Überall   hängen Plakate von Sandino und seinen Heldentaten. Vor einer Woche   war der 70. Todestag des Guerillaführers und des wichtigsten   Kämpfers gegen die US-Besatzung in Nicaragua.
Der Nationalpalast in Managua
Das Nationalmuseum ist im 1935 erbauten Nationalen Kulturpalast untergebracht.
Denkmal von Rubén Dario und Sandino in Managua
Natürlich ist Sandino der größte Nationalheld. Aber auch Rubén Dario genießt als   größter Dichter und Staatsmann Nicaraguas hohe Verehrung.
Er war schließlich nicht nur Dichter, sondern war auch anerkannter Diplomat und Vertreter seines Staates im Ausland.
Sandino wird als Nationalheld gefeiert
Die Nationalhelden Rubén Dario und Sandino
Aus der Guerilla-Organisation ist die   freie sandinistische Befreiungsfront hervorgegangen, die heute die   links gerichtete Partei darstellt.
Präsident Daniel Ortega, der selbst aus den Sandinisten hervorging, übernahm als Vorsitzender des Revolutionsrates die Macht, ab 1985 und bis 1990 als gewählter Präsident. Für seine ungültige dritte Amtszeit in Folge setzte er sich über die Verfassung hinweg.
Denkmal und Brunnen in Nicaragua
Stadtplan von Managua
Bei der Rundfahrt durch die Stadt   fällt uns auf, wie stark Nicaragua sozialistisch geprägt ist und   welche Bedeutung die Revolution für das Land hat. Überall finden wir   Plakate und Graffitis, die darauf hinweisen. Große Sympathie genießt   außerdem der verstorbene Präsident von Venezuela, Hugo Chávez, der   am 5.3. 2013 gestorben ist.
Gedenktafel für Chávez in Managua
Zu seinem morgigen Jahresgedächtnis   hat man überall Gedenktafeln aufgestellt.
Anschließend fahren wir auf den Hügel mit den Ruinen des   Präsidentenpalastes, wo wiederum eine große Stahlblechstatue von   Sandino steht.
Stahlplattendenkmal für Sandino
In dem auf einem Berg gelegenen Parque Histórico Nacional Loma de Tiscapa steht die riesige Statue des Widerstandskämpfers Augusto Sandino. Von hier aus kann man bis zum Managua-See schauen. Von oben hat man   einen schönen Ausblick auf die Stadt mit den neu erbauten   Stadtteilen, dem neuen Zentrum und der neuen Kathedrale.
Blick vom Hügel des Sandino-Denkmals auf Managua
Unter uns liegt die Lagune Tiscapa,   eine der vier Lagunen der Stadt. Es ist ein See in einem   Vulkankrater, den das Stadbild von Sandino überblickt.
Die Laguna Tiscapa in Managua
Danach   verlassen wir die Hauptstadt und fahren über die nueva carretera a   León nach Norden.
Strecke von Managua nach León
Es geht manchmal zügig, manchmal sehr schleppend   voran. Man merkt, dass wir nicht mehr auf der Panamericana sind.   Unterwegs machen wir eine Rast, um einen typischen Quesillo mit   Tortilla und Sahne zu essen, zu dem uns Ner animiert. Wir trinken   aber nur etwas, weil es zu einem Luch für uns noch zu früh ist.
Restaurants an der Nueva Carretera a León
Einfachste Restaurants finden wir   links und rechts neben der Straße.
León
Je weiter wir nach Norden fahren,   desto ländlicher und ruhiger wird es. Das fällt uns auch auf, als   wir nach León kommen. Allerdings ist die Stadt mit 150 000   Einwohnern auch deutlich kleiner.
Straße in León Nicaragua
Die Straßen sind sauber, aber auch   hier wird das Jahrgedächtnis von Hugo Chávez gefeiert.
Gedenktafel zum Todestag von Chávez in León
Straße in León Nicaragua
Um 12:00 Uhr sind wir im Hotel Austria, einem kleinen Hotel in einer Nebenstraße und ganz nah an der PLaza. Wir bekommen Zimmer 20 im Erdgeschoss, das gar nicht so schlecht ist. Es ist einfach, aber sauber und geräumig - und die Klimaanlage funktioniert auch.
Nach einer halben Stunde Pause machen wir den ersten Rundgang zur Kathedrale und durch die Straßen des alten Zentrums, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die um 1860 gebaute Kathedrale ist die größte und älteste Mittelamerikas.Kathedrale von León in Nicaragua

León gilt als intellektuelle Metropole Nicaraguas. Dafür sprechen auch die vielen Studenten und die Partei der Sandinisten, die hier seit 1979 das Sagen haben. Da außerdem der Dichter Rubén Dario hier wohnte und Somoza hier erschossen wurde, steht diese Stadt für das liberale Element des Landes.
Selbst im Café Sesteo auf der Plaza hängen die Bilder der Helden an der Wand:
Nationalhelden Nicaraguas    
Vor dem Altar sind Kränze für den   Todestag von Hugo Chávez aufgestellt.
Kränze zu Ehren von Hugo Chávez vor dem Altar
Es ist ziemlich heiß bei unserem Rundgang und wir flüchten uns immer wieder in den Schatten.
Verkaufsstände auf der Plaza in León
Verkaufsstände auf der Plaza
Bei solchen Temperaturen ist ein Gang durch die kühlen Gänge der Universität eine willkommene Abwechslung.
Gang in der Universität León
Auf dem Markt werden typische Getränke aus Nicaragua  in Steinkrügen angeboten.
Typische Getränke aus Nicaragua in Steinkrügen
Beeindruckend ist das Hotel Convento mit einem schön gestalteten Klostergarten und einer kostbaren Inneneinrichtung.
Klostergarten im Hotel Convento in León
Innenansicht des Hotels Convent in León
Das Hotel Convento ist in einem ehemaligen Kloster errichtet worden.
Wendeltreppe im Kirchturm von León
Anschließend klettern wir durch die   enge Wendeltreppe auf das Dach der Kathedrale und wandern über die   Zinnen. Es ist sehr windig und wir haben Mühe, auf dem Grat entlang zu wandern ohne herunterzufallen. Leider sind die Windgeräusche auch sehr stark auf dem Video zu hören. Von oben hat man einen fantastischen Blick über die Stadt.
Im Hintergrund sieht man den Momotombo,   dessen verschiedene Ausbrüche zu einer Verlagerung der Stadt um 30   km geführt haben. Die Einwohner von León betrachten ihn ehrfürchtig,   denn er ist noch immer aktiv..
Blick auf León vom Kirchturm aus
Um 16:00 Uhr fahren wir nach Poneloya, wo viele begüterte Einwohner von León ihre   Wochenendhäuser haben. Dort am Strand von Las Peñitas nehmen   wir eine Happy Hour im Hotel Syapa Beach und genießen den   Sonnenuntergang.
Strand von Peñitas an der Pazifikküste in Nicaragua
Viel ist hier nicht los an diesem   Dienstag, aber der Sonnenuntergang ist schön.
Sonnenuntergang am Strand von Peñitas
Abends essen wir bei Sesteo an der   Ecke, wo wir schon am Nachmittag einen Cappuccino getrunken hatten,   werden aber sehr enttäuscht, weil wir erstens nicht das bekommen,   was wir haben wollen und zweitens der Kellner sehr unfreundlich ist.   Es erinnert uns an DDR-Zeiten und wir merken wieder den Unterschied   zum rückständigen Nicaragua gegenüber Costa Rica.
Auf den Straßen feiern sie das Jahrgedächtnis von Hugo Chávez, sonst   ist nicht mehr viel los.
Cerro Negro
Mittwoch, 5.3. 2014
Strecke von León zum Cerro NegroSchon   um 5:45 Uhr stehen wir an der Rezeption, trinken noch schnell einen   Schluck Kaffee, um dann mit unserem Reiseführer Ner und einem neuen   Fahrer zum Cerro Negro aufzubrechen. Der Cerro Negro ist ein 728 m   hoher Vulkan, der immer noch aktiv ist, denn er ist zum letzten Mal   1999 ausgebrochen. Er ist berühmt für seine Vulkanasche, die sich   auch gut zum Sand-Boarding eignet.
Die Fahrt zum   Vulkankrater dauert eine gute halbe Stunde. Auf der Google-Karte   sieht man natürlich nicht, dass die Fahrt dorthin gar nicht über   eine normale Straße, sondern vielmehr  über holprige und   staubige Sandwege führt, die alle ziemlich eng sind sind. Wir sind   sehr erstaunt darüber, dass um diese Zeit schon viele Bauern mit   ihren Fahrzeugen und Tieren unterwegs sind. Ner weist uns darauf   hin, dass die Bauern natürlich wegen der Hitze tagsüber die frühen   Morgenstunden ausnutzen müssen.
Schmale Straße bei León in Nicaragua
Da die Wege so schmal sind, müssen diese dann mit ihren von Rindern gezogenen Wagen in die Büsche ausweichen. Es tut uns immer so Leid, wenn wir aus dem Auto heraus zuschauen müssen, wie sie mit viel Mühe die Tiere in die Büsche zerren müssen.     
Aufstieg zum Cerro Negro
Hans und Ute als geübte Wanderer nehmen vorher noch eine Banane zu sich.
Fertig zum Aufstieg auf den Cerro Negro
Aufstieg auf den Cerro Negro
Der Cerro Negro ist wirklich schwarz und wir suchen uns zwischen den dunklen Felsbrocken einen Weg nach oben.
Aufstieg auf den Cerro Negro
Inge wischt sich nur ein paar Schweißperlen von der Stirn, aber Conny macht das Klettern schon mehr Schwierigkeiten.
Reiseführer Ner auf halber Höhe des Cerro Negro
Auf halber Höhe wartet Ner und zeigt uns eine alternative Route.
Aufstieg zum Cerro Negro
Die vorgeschlagene Route nehmen wir aber nicht, sondern klettern auf dieser Seite hinauf und wandern den Grat entlang bis zur Spitze.
Farbige Gesteinsschichten im Cerro Negro
Dabei fotografieren wir viel, weil der Krater aus vielen farbigen Gesteinsschichten besteht.
Abstieg vom Cerro Negro
Interessant ist dann aber der Abstieg, als uns Ner erklärt, wir müssten quasi über den schwarzen Schotter aus grober Vulkanasche  stapfend hinunterrutschen. Unten links sehen wir unseren Minibus stehen..
Inge und Paul am Cerro Negro in Nicaragua
Unten ankommen, sind unsere Schuhe und Strümpfe nicht nur voll von schwarzem Lavasand, sondern unsere Gesichter sind ebenfalls total verstaubt und schmutzig. Aber Spaß gemacht hat es schon.
Als wir um 10:00 Uhr wieder zurück im   Hotel sind, bekommen wir tatsächlich noch unser Frühstück. Dieser   Service freut uns besonders. Aber anschließend müssen wir unter die   Dusche. Danach reinigen wir unsere Schuhe und marschieren zu einem   Schuhputzer auf der Plaza. Der lässt sie wieder für 15 Cordobas    (= 50 Cents) ansehnlich erscheinen.
Schuhputzer auf der Plaza in León
Am Nachmittag besuchen   wir ein Privatmuseum der Familien Ortiz und Guardian aus Nicaragua,   die mit einer Stiftung viele Kunstwerke aus aller Welt gesammelt   haben. Leider ist nicht so viel aus Nicaragua dabei, sondern es   handelt sich vielmehr um zeitgenössische amerikanische Kunst.
Museum Ortiz in León
Kurz nach 15:00 Uhr fahren wir dann wieder mit Alfonso zur Rumdestille von Flora de Cañas nach Chichigalpa. Es ist leider eine typische Werbeveranstaltung, bei der wir über den Entstehungsprozess von Rum sehr wenig erfahren. Fotografieren dürfen wir auch nicht. Immerhin gibt es zwei Rumproben: Die erste im Keller ist in Ordnung, die zweite in der Bar miserabel.
Das größte Rumfass der Welt bei Flor de Cañas in Nicaragua
Schild am Eingang von Flor de Cañas
Der uns als größtes Rumfass der Welt vorgestellte Rundbau sieht nur von weitem so aus ; in Wirklichkeit ist es eine Bar mit einem Vorführraum und einem Souvenirshop.
Kirche St. Merced in LeónGegen 18:15 Uhr sind wir wieder zurück   in León und gehen zum Abendessen in ein Steakhouse nahe der Kirche   St. Merced, das uns bei unserem Rundgang aufgefallen war und das uns   Ner auch empfohlen hatte. Alles ist ganz ordentlich und schmackhaft;   das Bier kostet 22 Cordobas, während wir bei uns im Hotel 33   Cordobas dafür bezahlen müssen.
Die Bedienung ist sehr freundlich, was uns hier direkt auffällt.   Inzwischen haben wir nämlich festgestellt, dass die sozialistische   Einstellung in Nicaragua tatsächlich so ist, wie sie bei uns in der   DDR vor der Wiedervereinigung war. Als wir die Rechnung bekommen,   bezahlen wir für 4 Personen 60 Dollar für alles zusammen und sind   sehr zufrieden.
Donnerstag,   6.3. 2014
Um 8:30 Uhr nehmen wir Abschied von   dem schönen Städtchen León und starten in Richtung Granada.
Strecke von León bis Masaya
Masaya
Nach einer Pause zum Tanken in Managua geht es weiter in den Masaya Nationalpark. Dieser Nationalpark wurde 1979 als zweiter   Nationalpark Nicaraguas gegründet und umfasst 20 km Wanderwege. Er   wird bestimmt von den beiden Vulkanen Masaya und Nindiri mit fünf   verschiedenen Kratern.
Anhand der Tafeln im Visitor Center   erklärt Ner die Plattenverschiebungen und den Vulkanismus. Die   Tafeln zu Geschichte des Landes , zur Entwicklung der Vulkane, zur   Flora und Fauna von Nicaragua sind sehr informativ.
Reliefbild Masaya Nationalpark
Sehr schön ist auch die Wandmalerei   zur Geschichte Nicaraguas im Visitor Center:
Wandmalerei im Masaya Visitor Center
Wir spazieren danach zum Oviedo Point,   weil wir wegen der beißenden Schwefeldämpfe zum Kreuz Bobadilla   nicht hinaufsteigen dürfen. Deswegen gelingt uns auch kein Blick in   den Krater. Dafür gelingt mir aber eine Panoramaufnahme vom Krater:
Blick vom Oviedo Point auf den Masaya Krater
Die riesigen Ausmaße erkennt man, wenn   man die Autos auf dem Parkplatz auf der rechten Seite in Betracht   zieht.
Im Ort Masaya spazieren wir über den   Kunsthandwerkermarkt, der uns von Ner wegen seiner authentischen   Souvenirs empfohlen wird.
Kunsthandwerkermarkt in Masaya
Kunsthandwerkermarkt Masaya
Alles ist   sehr bunt und indianisch, aber auch sehr touristisch aufgemacht.   Immerhin finde ich nach einigem Suchen eine Keramik mit dem   Guardabarranco, dem Nationalvogel Nicaraguas.
Masaya und Laguna de Apoyo
Die nächste Station auf unserem Weg nach Granada ist Catarina, wo   wir die Laguna de Apoyo von oben betrachten und fotografieren   können:
Blick auf die Laguna de Apoyo
Am Ende des Dorfes halten wir an einem Fruchtstand und Ner erklärt uns die tropischen Früchte, die dort angeboten werden.

Manche von den Früchten kennen wir, andere aber nicht. Sie schmecken jedoch alle sehr gut.
Früchte an einem Verkaufsstand in Catarina
Gemüseverkäuferin an einem Verkaufsstand in Catarina
Der letzte   Besuch an diesem Tag gilt einer Töpferwerkstatt in San Juan del Oriente. Dieser Ort ist berühmt wegen seiner Keramik, die auf   althergebrachte Indianerart hergestellt wird.
Die Vorführung der Herstellung von indianischen Töpferwaren ist sehr instruktiv. Aus dem Verkaufsraum nehmen wir einige Kleinigkeiten mit.
Keramikherstellung nach indianischer Art
Schild von Valentin Lopez
Auf der Weiterfahrt halten wir noch an einem alten Vulkankrater, dessen farbige Steinformationen uns zum Fotografieren animieren.
Sandsteinfelsen bei Granada in Nicaragua
Danach geht es weiter nach Granada, wo wir gegen 17:00 Uhr eintreffen
Granada
Das Hotel Alhambra liegt direkt auf der Plaza. Wir werden freundlich empfangen  und bekommen Zimmer 235. Das ist muffig, abgewohnt und einfach. Der Happy Hour Drink auf der Terrasse des Hotels ist aber in Ordnung. Von dort können wir das Leben auf der Plaza gut beobachten:
Auf der Plaza in Granada in Nicaragua
Eine Gruppe von Kindern macht höllischen Krach mit Trommelwirbeln und einer tanzenden Puppe.
Auf der Plaza von Granada in Nicaragua
Vor unserem Hotel und dem teuren Hotel Colon neben uns stehen Kutschen, die man zur Stadtrundfahrt mieten kann.
Wir fotografieren aber erst einmal die Kathedrale gegenüber im Abendlicht, weil wir nicht wissen, ob sie morgen auch noch so schön beleuchtet sein wird.
Kathedrale von Granada in Nicaragua
Abends gehen wir mit Ner zusammen in das Restaurant "Bistro" in der Calle Arsenal, wo es nach Aussage von Ner ein Essen mit typischen Zubereitungen aus Nicaragua gibt.
Nationalgerichte in Nicaragua
Wegen der Touristenkarte und wegen des schlechten Services  sind wir aber nicht zufrieden. Schade.
Bei unserem Verdauungsspaziergang durch die Calle Calzada sind wir überrascht über das quirlige Leben in der Fußgängerzone.
Wir freuen uns über die ehrlichen Preise: Ein Bier kostet 23 Cordobas (= 1 US$ oder 0,75 €) und eine gute Margarita 60 Cordobas (= 1,80 €).
Freitag, 7.3. 2014
Unser Frühstück morgens um 7:00 Uhr auf der Terrasse unseres Hotels ist ärmlich Butter, Marmelade, Saft und Kaffee. Um 8:30 Uhr starten wir mit Ner zu einem Stadtrundgang. Wir besuchen das Museum an der Franziskuskirche mit der Geschichte Nicaraguas und den präkolumbianischen Figuren. Hier eine kleine Fotosammlung:
Wir   klettern auf den Glockenturm der Kirche La Merced.
Kirche La Merced in Granada in Nicaragua
Von oben hat man einen fantastischen Blick über die Stadt
Blick vom Glockenturm der Kirche La Merced
Im Gebäude der Stadtverwaltung nimmt man unsere Besichtigung gelassen hin.
Im Standesamt in Granada in Nicaragua
Im Standesamt schreibt man noch mit alten Schreibmaschinen.
Standesamt in Granada in Nicaragua
Von der oberen Etage   des alten Hauses neben unserem Hotel schießen wir noch ein paar   schöne Fotos von der Plaza:
Blick auf die Plaza von Granada in Nicaragua
Der Blick auf die Plaza aus einem anderen Fenster:
Blick auf die Plaza von Granada in Nicaragua
In den ziemlich zerfallenen Räumen finden wir an der Wand zwischen den beiden Fenstern noch ein Bild mit dem   Text der Nationalhymne Nicaraguas:
Nationalhymne Nicaraguas
Um halb vier fahren wir mit der Pferdekutsche zur Anlegestelle am Nicaragua-See. Hier eine kleine Fotosammlung von unserer Fahrt über den See mit den 365 kleinen Inselchen:    
Mit der Pferdekutsche geht es zurück   in die Stadt.
Pferdekutsche in GranadaVor der Kathedrale ertönt laute Musik aus großen   Autolautsprechern und wir erleben gerade noch den Rest einer   Prozession auf der Plaza vor der Kathedrale mit. Mit der Musik und   dem Gesang ist das durchaus beeindruckend. Viele Leute schauen zu,   aber es gehen nicht so viele Leute hinter den Trägern der   Christusstatue mit dem Kreuz her. Wahrscheinlich hängt es damit   zusammen, dass die Prozession jeden Freitag während der Fastenzeit   stattfindet.
Anschließend spazieren wir über die   Calle Calzada und genehmigen uns eine gute Margarita als Happy Hour   Drink. Zum Abendessen gehen wir in das Restaurant "El Corral", wo   wir mit den Steaks und dem Service sehr zufrieden sind.
In der Fußgängerzone ist wieder viel   los an diesem Abend.
In der Calle Calzada in Granada
Samstag, 8.3. 2014
Nach dem wieder sehr mickrigen   Frühstück erscheint unser Fahrer Alfonso um 7:30 Uhr mit einem   anderen Auto. Es ist diesmal ein Mercedes mit einer lauten   Klimaanlage. Wir starten zum Ausflug nach Ometepe.
Strecke von Grananda nach Ometepe
Die Fahrt geht über Rivas nach San   Jorge, wo wir um 8:45 Uhr ankommen. Für 69 Cordobas nehmen wir die   Fähre und werden zur Insel Ometepe hinüber gebracht.
Fähre nach Ometepe
Die Insel mit den beiden Vulkanen Concepcion und Madera ist   sagenumwoben. Der Legende nach entstanden die Inseln Ometepe und   Zapatera sowie der Nicaraguasee aus einer tragischen   Liebesgeschichte. So verliebten sich der angesehene Nagrando   in die wunderschöne Häuptlingstochter eines Nachbarstammes mit dem   Namen Ometeptl. Beide Indianerstämme waren jedoch über   Gebietsansprüche und Machtfragen zerstritten. Nach dem Gesetz der   Vorfahren war eine Liebe zwischen verfeindeten Stämmen verboten. Das   Paar musste daher schon bald aus den Heimatdörfern fliehen und   versteckte sich in einem Tal. Da ihre Liebe jedoch nicht   verheimlicht blieb, wurden sie von ihren Stammesangehörigen   verfolgt. Schließlich entschlossen sich beide aus Verzweiflung zum   Selbstmord und öffneten sich die Pulsadern. Ometeptl stürzte nach   hinten, Nagrando taumelte noch ein paar Schritte und stürzte   ebenfalls nieder. Das Blut beider füllte das Tal aus und bedeckte   ihre Körper – der heutige Nicaraguasee. Von Ometeptls Körper ragen   nur ihre Brüste über den Wasserspiegel, die heutigen Vulkane   Concepción und Maderas. Vom Körper Nagrandos sieht man nur noch,   etwas entfernt, die Spitzen der Insel Zapatera.
Schon bei der Anfahrt auf die Insel fällt der Volcan Conception ins   Auge, den man als beherrschendes Element immer im Hintergrund sieht.
Der Vulkan Concepcion auf der Insel Ometepe
Wir machen einen Spaziergang durch die private Farm Charco Verde. Hier ein paar Fotos davon:
In dem schönen Restaurant am Strand machen wir eine Mittagspause  und eine Stunde später fahren wir zur   Anlegestelle Moyogalpa, wo die Fähre um 16:00 Uhr ablegt und uns   zurück nach San Jorge bringt.
Die Anlegestelle Moyagalpa auf der Insel Ometepe
Unterwegs halten wir noch an einem Supermarkt und dann geht es weiter nach San Juan del Sur.
Strecke von San Jorge nach San Juan des Sur
Erst um halb sieben kommen wir in SanJuan del Sur an der   Pazifikküste an und sind   erstaunt, dass wir nicht im Hotel Posada Azul übernachten. Ner   erklärt uns, dass es geschlossen ist und er umdisponieren musste. So steigen wir im Hotel Victoriano ab, das als Boutique-Hotel am   Strand eine Klasse höher einzustufen ist. Wir bekommen Zimmer 204 mit einem ziemlich kleinen Bett und   abgenutztem Steinfußboden, aber mit hoher Decke und Belüftung. Das   ist wenigstens etwas. Die Dusche funktioniert - und das ist erst   einmal wichtig nach 11 Stunden unterwegs.
Auf der Terrasse des Hotels Victorians in San Juan del Sur
Lobster im Hotel Victorian in San Juan del Sur
Wir essen hier im Hotel zu Abend; für   uns wird extra auf der Terrasse ein Tisch gedeckt. Wir sind mit   allem sehr zufrieden, denn Inge ist von ihrem Snapper sehr angetan,   und ich bin von meinem Lobster (3 Tails für 20 $!) begeistert. Das   Bier ist preiswert (1,50 $) und wir unterhalten uns zum ersten Mal   länger mit Conny und Jörg, von denen wir uns ja morgen trennen, weil   wir weiter nach Playa Potrero reisen.
Sonntag, 9.3. 2014
Bei dem sehr guten amerikanischen   Frühstück blicken wir von unserer Terrasse aufs Meer.
Blick von der Terrasse des Hotels Victoriano auf die Bucht
Wir fotografieren wir den Strand und die Bucht vor uns, die nach   Ansicht der Nicaraguenser aussieht wie die von Rio de Janeiro, weil   auf der anderen Seite eine Christusstatue auf dem Berg steht. Sie   ist aber nicht nur von der Qualität  her meilenweit davon   entfernt.
Die Bucht von San Juan del Sur
Es sind schon viele Einheimische hier an diesem frühen Sonntagmorgen   auf dem ziemlich dunklen Sandstrand. In der Bucht liegen viele   Fischerboote und einige Kajütkreuzer, sodass man die Entwicklung des   Ortes zum Ausflugsziel der Städte in der Umgebung bemerken kann.
Ich gehe hinunter an den Strand und mache noch ein paar Aufnahmen von der Bucht. Wenn man ein anderes Zimmer in dem Hotel hätte, könnte ich mir   vorstellen, hier durchaus ein paar Tage zum Entspannen zu bleiben.
Um 8:30 Uhr fahren wir ab zur   Grenze nach Peñas Blancas und sind schon eine halbe Stunde   später an der Grenze zu Costa Rica, wo wir uns von unserem   Reiseführer Ner verabschieden. Es dauert aber noch eine ganze Weile,   bis wir die Ausreise- und Einreiseformalitäten erledigt haben.
An der Grenze von Nicaagua und Costa Rica
Karte San Juan del Sur  über Peñas Blancas nach Playa PotreroWir müssen für die Ausreise an zwei   unterschiedlichen  Stellen einmal einen Dollar, dann noch   einmal zwei Dollar bezahlen. Die Einreise nach Costa Rica ist frei,   aber dafür müssen wir über eine Stunde lang in der Warteschlange   stehen, bis wir den Zaun passieren dürfen. Auf der anderen Seite   wartet der Schweizer Guide, der Conny und Jörg in ihr Hotel fahren   wird. Er begleitet uns durch die Kontrollen. Jetzt entdecken wir   auch unseren neuen Fahrer Santos, der mit einem Schild und unserem   Namen auf uns wartet. Wir hatten im Hotel Bahia del Sol in Potrero   angerufen und jemanden bestellt, der uns an der Grenze abholen und   zum Hotel fahren sollte. Das war schon einmal sehr beruhigend, dass   er hier war. Allerdings sind wir noch etwas unsicher, weil der   bisherige Fahrer mit unserem Gepäck noch nicht in Sichtweite ist.
Aber schließlich erscheint auch der und kurz vor halb elf können wir   losfahren.  Von der Grenze bis nach Liberia sind es 60 km und   von dort noch einmal 80 km  bis zur Playa Potrero. Der Fahrer   erzählt uns, dass glücklicherweise seit drei Monaten eine neue    Asphaltstraße dorthin fertig ist, sodass wir zwei Stunden später   dort ankommen.
Unser Hotel Bahia del Sol ist klein. Es hat nur 10 Zimmer und 10   Suiten. Aber das hatten wir uns so gewünscht, denn wir wollten   schließlich ein paar Tage ausspannen, bevor es weiter geht nach   Panama. Details über das Hotel können Sie in meinem Reisebericht Costa Rica nachlesen.
Von Costa Rica sind wir anschließend nach Panama City geflogen. Wenn Sie über Panama und unsere Erlebnisse dort  etwas erfahren wollen, dann lesen Sie doch meinen Reisebericht Panama.
Das war´s von Nicaragua. Ich hoffe, der Reisebericht hat Ihnen gefallen und es sind ein paar brauchbare Informationen für Sie dabei, wenn Sie vorhaben, das Land zu besuchen.  Vielleicht haben Sie aber auch Interesse an anderen Reiseberichten von mir. Schauen Sie doch mal auf meine Reiseseite!
Zurück zum Seiteninhalt