Schnorcheln und Tauchen in Hawaii - Reiseberichte von Hawaii und anderen Trauminseln

Maui Hookipa Strand

Reiseberichte von Paul Tresselt

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Schnorcheln und Tauchen in Hawaii

Reisetipps
Ich bin leider kein Taucher,   sondern schwimme und schnorchle nur gern. Viele meiner Freunde   berichten von tollen Unterwasserrevieren auf der Welt, in denen man   wie in einem Aquarium herumschwimmt. Viele tauchen auch   leidenschaftlich gern. Immer wieder werde ich gefragt, wo es am   schönsten ist. Meiner Ansicht nach ist das Barrier Reef in   Australien das beste Tauch- und Schnorchelrevier. Danach finde ich   Bora Bora ganz toll und an die dritte Stelle würde ich Hawaii   setzen. Allerdings muss ich das inzwischen etwas relativieren, nachdem ich auf den Malediven geschnorchelt bin. Dort ist es nämlich auch sehr schön.
In vielen Regionen dieser Welt habe ich   schon geschnorchelt. In Australien war das Wasser am Outer Reef   (also ca. 20-40 km von der Küste entfernt) am klarsten. Man konnte   mehr als 30m tief gucken. Bora Bora und die Inseln um Tahiti waren   deshalb so schön, weil man in den Lagunen in einer geringen Tiefe   mit großen Mantas oder Haien problemlos schwimmen konnte. Die   Malediven haben mir in dieser Hinsicht auch gut gefallen. In Hawaii   ist das mit den Mantas ähnlich, man trifft sie allerdings seltener -   und die Haie sind leider wesentlich gefährlicher. Allerdings gefällt   mir deshalb Hawaii am besten, weil es von Deutschland  aus im   Gegensatz zu Tahiti oder Australien  noch am   leichtesten erreichbar ist.
Ich nehme zwar immer meine Schnorchelausrüstung von zu Hause mit,   aber in Hawaii bekommen Sie überall sehr preisgünstig Flossen,   Taucherbrillen und Schnorchel in neuester Ausführung zur Ausleihe.   Bei fast allen Bootstouren ist die kostenlose Ausleihe inbegriffen.
Schnorcheln und   Tauchen in Maui
Maui eignet sich am besten zum Schnorcheln und Tauchen,   weil es dort viele Korallenbänke gibt und die kleine Vulkaninsel   Molokini in erreichbarer Nähe liegt.   Das kristallklare Wasser um den   versunkenen Vulkankrater herum ist die erste Adresse für   ambitionierte Schnorchler und Taucher. Mit einem Boot fährt man vom Ma´alaea Harbor aus  etwa 5 km weit zu diesem   Unterwasser-Naturschutzgebiet, das außer allen Riff-Fischen auch   Mantas, Haie und Delphine beherbergt.
Natürlich müssen Sie bei einem solch spektakulären Tauch- und   Schnorchelgebiet mit entsprechend viel Touristen rechnen, die   gleichzeitig mit Ihnen einen Ausflug dorthin gebucht haben:
  • 14 - 20 Ausflugsboote sind meist   gleichzeitig dort.
  • Jedes Boot hat ungefähr 100   Passagiere.
  • Damit sind zwischen 1400 und   2000 Schnorchler im Wasser.
  • Das bedeutet, dass Sie unter   Umständen mehr Touristenbeine als Fische um sich herum wedeln   sehen.
Es gibt neben den vier Unterwasser-Schutzgebieten noch weitere   schöne Schnorchelgebiete auf der Insel. Lohnenswert ist ein Besuch   der Honolua Bay, die etwas versteckt im Norden von Kapalua liegt.   Man muss am Meilenstein 32 auf dem Highway 30 halten und dann zur   Bucht hinuntersteigen. Dort  trifft man besonders im Sommer auf   große Fischschwärme. Für Liebhaber von Schildkröten bietet sich   Wailea Point an, besser ist aber noch eine Bootstour zur "Turtle   Town" von Makena aus. Viele Firmen bieten solche Touren an. Ein Geheimtipp ist Oluwalu, das ist ein kleiner Strand am   Meilenstein 14 auf der Strecke von Maalaea nach Lahaina. Kapalua   Beach und Polo Beach sind auch gute Schnorchelreviere. Wenn Sie   ganz sicher gehen wollen, können Sie den täglichen   Schnorchel-Bericht von The Snorkel Store abonnieren:
Es gibt neben den vier Unterwasser-Schutzgebieten noch weitere   schöne Schnorchelgebiete auf der Insel. Lohnenswert ist ein Besuch   der Honolua Bay, die etwas versteckt im Norden von Kapalua liegt.   Man muss am Meilenstein 32 auf dem Highway 30 halten und dann zur   Bucht hinuntersteigen. Dort  trifft man besonders im Sommer auf   große Fischschwärme. Für Liebhaber von Schildkröten bietet sich   Wailea Point an, besser ist aber noch eine Bootstour zur "Turtle   Town" von Makena aus. Viele Firmen bieten solche Touren an.   Prüfen Sie vorher genau die Preise, denn die 149.95 $, die für eine   5-stündige Exkursion nach Molokini veranschlagt werden, sind   zunächst ein Phantasiepreis. Sie werden schnell Angebote von 79,95$, 39,95$,   29,95$ oder 19,95$ finden und Snorkel Bob´s, der sich jetzt Boss   Frog´s nennt, schenkt Ihnen sogar den Ausflug, wenn Sie eine Woche   lang eine Schnorchelausrüstung bei ihm mieten. Und die kostet nur   9,95 $. Allerdings können Sie bei diesen Billigangeboten auch   hereinfallen, denn die finden immer nachmittags statt. Und da ist   manchmal leider die Unterwassersicht miserabel, weil die Passatwinde   am Nachmittag auffrischen. Auf der sicheren Seite sind Sie also nur   am Vormittag.
Die Zahl der Begegnungen mit Haien ist in den letzten Jahren stark   gestiegen. Erstaunlicherweise kommen die Haie immer nähe an die   Küste und in Maui sind mehrere Hai-Unfälle passiert, wobei die   Schwimmer nicht weiter als 50 m vom Strand entfernt waren. In den   meisten Fällen sind es Surfer gewesen, die auf den Brettern lagen   und vermutlich von den Haien aufgrund des Schattens als kranke   Delphine angesehen wurden. Es ist bisher ungeklärt, was die Haie zu   einem Biss animiert. Jedenfalls wird immer davor gewarnt, nicht in   der Nähe von Flussmündungen oder undurchsichtigen oder schmutzigen   Wasserbereiche zu schwimmen, weil Haie gern in solchen Gewässern   jagen. Inzwischen sind wohl auch viele Haifamilien von Tigerhaien   und Hammerhaien aus dem nördlichen Pazifik hinunter zu den   hawaiianischen Inseln gewandert und sind dort heimisch geworden. Die   Gefahren werden also zunehmen.
Als ich 2018 in Hawaii war, hat es aber keine Unfälle gegeben. In diesem Zusammenhang würde ich Ihnen empfehlen, einmal das Maui Ocean Center zu besuchen, das zu den schönsten Aquarien der Welt gehört. Die besondere Attraktion dort sind natürlich die verschiedenen Hai-Arten. Sie können sogar mit ihnen schwimmen oder tauchen.
Alle Schnorchelreviere werden in dem "Maui Dive and Surf Magazine"   genau beschrieben und gut bebildert erklärt. Das Magazin ist in   allen Maui Dive Shops   kostenlos zu bekommen, von denen es acht auf der Insel gibt.

Die Karte mit den Riff - Fischen, wie sie in Hawaii   überall zu finden sind, ist auch aus dem Maui Dive and   Surf Magazine entnommen. Sie können sich das   64-seitige Magazin mit allen speziellen Hinweise von der Webseite des Maui Dive Shops herunterladen. Das lohnt sich: http://www.mauidiveshop.com/Maui-Dive-Surf/
Als Beispiel sehen Sie auf dem Bild eine bebilderte Schnorchel- oder Tauchanweisung  für Molokini, die aus diesem Heft stammt. Es werden nicht nur Schnorchelrouten für die gesamte Insel empfohlen, sondern es wird gleichzeitig auch auf Parkplätze, Duschen und Toiletten hingewiesen.
Tipp:   Es gibt auch eine sehr schöne Möglichkeit zum Schnorcheln am   Molokini Krater, die preiswert ist und sehr ergiebig, weil Sie nicht   mit den großen Gruppen zusammentreffen, die täglich dorthin fahren:   Es legt nämlich 2x täglich von der Bootsrampe in Kihei ein   Schlauchboot der Firma Seafire mit Captain Don Burns ab und ist in   15 Minuten an der kleinen Insel oder auch an Turtle Town.   Wer einmal in Maui ist, wird vielleicht Ausflüge nach   Lanai oder Molokai machen. Wenn genug Zeit bleibt, kann man auch   dort gut schnorcheln. In Molokai fand ich es am Kaluakoi   Beach am schönsten. Lanai besucht man am besten auf einer   Bootstour von Lahaina aus, wenn man nicht gerade einen   Luxusaufenthalt in der Manele Bay gebucht hat. Es gibt um die Insel   herum sehr schöne Riffe, wobei man aber manche vom Ufer aus schlecht   erreichen kann. Die Boote fahren zu den einsamen Riffen mit   Unterwasserhöhlen, zu den Tide Pools und ermöglichen das Schwimmen   mit Schildkröten und Delphinen.
Wenn Sie mit der Fähre von Lahaina nach Lanai übersetzen, werden Sie wahrscheinlich schon vor dem Erreichen des kleinen Hafens Manele von den Delphinen begleitet, die die Einfahrt der Fähre begrüßen. Vom Hafen aus ankern an der rechten Seite vor dem Sweetheart Rock die Katamarane mit den Schnorchelausflüglern. Das können Sie individuell besser machen, wenn Sie nach Ankunft im Hafen die Straße links zum Hulopoe Beach entlang wandern, den Sie nach 10 Minuten Fußweg erreichen. Der Strand eignet sich nicht nur zum Relaxen und Schwimmen, sondern auch sehr gut zum Schnorcheln.
Schnorcheln in   Oahu
Oahu hat mit der Hanauma Bay auch ein   hervorragendes Schnorchelgebiet. Allerdings ist das wesentlich   stärker bevölkert, sodass es sogar einen Tag in der Woche   geschlossen werden muss, damit die Fische sich dort mal von den   starrenden Taucherbrillenaugen der Touristen erholen können. Im   vorderen Bereich ist das Wasser so flach, dass man im Stehen die   vielen bunten Fische um sich herum bewundern kann. Das ist   eigentlich nur etwas für Kinder. Schwimmt man aber etwas weiter   hinaus, kommt man an "witch´s brew", das ist eine Stelle mit Höhlen   und vielen Fischen, die bei ruhigem Wasser und schönem Wetter   fantastisch ist. Bei schlechtem Wetter sollte man sie meiden. Das Bild oben rechts  habe ich aus dem Flugzeug geschossen, als wir von Honololu nach Maui flogen. Man  sieht sehr deutlich unten  im Vordergrund den Koko Head und rechts davon den halb versunkenen  Vulkankrater sehen, der voll Wasser gelaufen ist. Das ist die Hanauma Bay.

Sehr schöne Bilder von der Hanauma-Bay finden Sie  auf der Webseite von Hawaii-Gaga,  das ist eine Webseite mit sehr guten Informationen von allen Inseln. Auch das  schöne Panoramabild stammt von dieser Webseite. Schauen Sie sich diese Seite  einmal an; sie enthält auch ausgezeichnete Fotos mit ausführlichen Informationen  zu allen Stränden.
Ein Schiffswrack gibt es auch hier: The Mahi. Das ist ein alter Minenleger, der  1986 gesunken ist und nun in 20 m Tiefe südlich von Waianae sein  muschelbedecktes und rostiges Dasein fristet. Viele Mantas, Riff-Haie,  Schildkröten und allerlei bunte Fische haben hier ihr Zuhause. Für Tauchsportfreunde ist auch "Shark´s cove" interessant, das ist eine  Unterwasserlandschaft aus Lavafelsen mit Wasserfällen. Sehr schön - mit vielen  Fischen. Die Stelle liegt zwischen Pupukea und Haleiwa am Highway 83 und hat  auch Duschen am Beach. Allerdings sollte man hier auch nur bei ruhigem Wasser  schnorcheln oder tauchen.
Viele Hawaiianer gehen auch am Makaha Beach Park schnorcheln. Das ist eine  fischreiche Schnorchelstelle mit wunderbar klarem Wasser,  Unterwasserhöhlen und Tunneln, die die meisten Touristen gar nicht kennen.  Deshalb ist auch hier nicht viel los. Der Beachpark liegt etwa 50km nordwestlich  von Honolulu am Highway 93 in Makaha.
Schnorcheln und Schwimmen mit Mantas auf Big Island
Big   Island hat eine sehr schöne Bucht zum Schnorcheln am Cook Monument, nämlich die Kealakekua Bay. Das ist auch ein Unterwasserschutzgebiet, zu dem sehr viele Katamarane von den anderen Orten hinausfahren, um dort Delphine, Schildkröten und die bunten Riff-Fische zu beobachten. Die Delphine tummeln sich meist nur morgens in der Bucht herum, aber die anderen Fische können sie immer dort finden. Dazu empfehle ich Ihnen eine Fahrt mit einem Kanu dort hinüber. Leider kann man keine mehr privat mieten, sondern   darf nur noch in der Gruppe hinüberfahren. Einen wasserdichten Beutel für Ihre Sachen bekommen Sie gratis dazu, und   eine halbe Stunde später sind Sie am Cook-Monument, wo Sie zum Denkmal wandern und  schnorcheln gehen können. Die Abfahrt zur Kealakekua Bay finden Sie, wenn Sie von dem Ort Captain Cook aus die Na´po´o po´o Road weiterfahren. Nach 7 Meilen enger Bergfahrt gelangen Sie unten in die ursprünglich   hawaiianisch gebliebene Bucht, wo Sie parken können.
Ein kleines Stück weiter nach Süden ist übrigens noch eine   sehr schöne Schnorchelstelle, die nicht von den Katamaranen   angefahren und auch kaum von den Touristen besucht wird: Puuhonua o   Honaunau. Das ist ein National Historic Park - eine Stelle, wo   früher bei den alten Hawaiianern die geschlagenen Krieger, die   Ausgestoßenen und Alten eine geheiligte Zufluchtsstätte fanden. Die   großen Häuptlinge wohnten auch hier in der Gegend. Verbinden Sie   eine Besichtigung des interessanten Freilichtmuseums mit einer Schnorcheltour in der geschützten Bucht gegenüber dem Heiligtum. Die Lavafelsen dort sind groß und flach, sodass ein Einstieg leicht ist. Und die Unterwasserwelt ist fantastisch!
Big Island ist im Übrigen   ein idealer Ort, um mit Mantas zu schnorcheln und zu schwimmen. An   der gesamten Kona-Küste und Kahala-Küste sind viele Mantas, die   besonders abends in die Nähe der Strände kommen. Am Mauna Kea Hotel   werden deshalb nach Sonnenunterlang Flutlichtscheinwerfer   eingeschaltet, die das Plankton anziehen sollen, das die   Hauptnahrungsquelle für die Mantas darstellt. So kommen dann die   riesigen Fische wie "fliegende Teppiche" heran. Das sieht gewaltig   aus und macht am Anfang richtig Angst, wenn sie mit einer Spannweite   von 3 Metern und mehr auf einen zukommen und sich überhaupt nicht   durch die Anwesenheit von Menschen im Wasser beeinflussen lassen.   Verschiedene Anbieter machen auch nächtliche Schnorcheltouren zu den   Mantas. Ich kann Ihnen das nur empfehlen, denn nachts einem Manta   unter Wasser zu begegnen, ist schon ein einmaliges Erlebnis.
Mantas kann man im Übrigen an der   gesamten Kohala-Küste beobachten. Ähnlich verhält es sich auch mit   den grünen Seeschildkröten, denen Sie an allen Stränden begegnen.   Besonders nachmittags kommen sie oft ans Ufer und legen sich zum   Ausruhen an den Strand.
Schnorcheln auf Kauai
Kauai hat nicht so   schöne Stellen zum Schnorcheln wie die anderen Inseln. In den   früheren Jahren war ich immer begeistert vom Ke´e Beach im Norden,   aber im November 2017 war ich dort sehr enttäuscht. Obwohl man neue   Duschen und Umkleideräume gebaut hat, ist es ziemlich bevölkert und   keineswegs voll von bunten Fischen. Wegen der Übervölkerung hat man   auch eine Strandwache installiert, die alle Schwimmer zurückpfeift,   die außerhalb der kleinen Riffzone schnorcheln wollen. Vielleicht liegt es aber auch an   der Jahreszeit, denn im Sommer soll es besser sein. Im Gegensatz   dazu sind am Anini-Beach weit weniger Leute zu finden. Das   Korallenriff dort ist ziemlich groß und man hat alle Möglichkeiten   vom Schnorcheln im flachen Wasser angefangen bis zum Tauchen in 20m   Tiefe.
Der Strand ist nicht einfach zu finden: Man fährt  auf dem   Highway 56 in Richtung Princeville und biegt kurz vorher auf die   Kalihiwai Road ab.
Im sonnigen Poipu im Süden kann man auch ziemlich gut schnorcheln.   Allerdings ist das etwas mehr für Anfänger, denn das Wasser ist   flach und die Unterwasserwelt neben den bunten Fischen nicht so   aufregend.      
Weitere Hinweise und Internetadressen:
Einen hervorragenden Führer durch   die Unterwasserwelt von Maui finden Sie in dem "Maui Dive Guide", den es   kostenlos in allen Maui Dive shops gibt.       www.MauiDiveShop.com
Das Maui dive and surf magazine   bekommen Sie kostenlos in allen Maui Dive Shops. Es enthält 12 Karten mit   den besten Stellen zum Schnorcheln und Tauchen.       www.mauidiveshop.com
Acht Videos von verschiedenen   guten Tauchstellen in Maui       http://www.mauidiveshop.com
Guter und   preiswerter Anbieter mit einem kleineren Katamaran für Schnorchelfahrten   nach Molokini von Maalaea aus.        www.MauiSnorkeling.com
Ausflugsfahrten mit einem   Katamaran zu verschiedenen Tauch - und Schnorchelzielen       www.AliiNuiCharters.com
Gute Schnorcheltipps und Hinweise   auf schöne Stellen auf allen Inseln       http://www.hawaiisnorkelingguide.com/
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